Suchen

14. Februar 2007

Deutschland nur Mittelmaß

Internationaler UNICEF-Bericht zur Situation der Kinder in Industrieländern

Die erste internationale Vergleichsstudie zur Situation der Kinder in Industriestaaten zeichnet für Deutschland ein ernüchterndes Bild. Mehr

Mehr für Kinder investieren

Ergebnisse der Online-Umfrage von UNICEF

Deutschland ist nur Mittelmaß, wenn es darum geht, verlässliche Lebensumwelten für Kinder zu schaffen. Die neue UNICEF-Studie zur Situation der Kinder in Deutschland und anderen Industrieländern bewegt Politiker, Fachleute, Medien und Eltern. Mehr als 3.000 Besucher von www.unicef.de nahmen in den vergangenen Tagen an einer Online-Umfrage zum Thema teil. Die meisten forderten mehr Investitionen in das Wohl der Kinder. In der internationalen UNICEF-Vergleichsstudie zu den zentralen Aspekten kindlicher Entwicklung in 21 Industrieländern kommt Deutschland nur auf Rang 11.

Fast 84 Prozent der Teilnehmer an der Online-Umfrage stimmten bei der Frage, ob Kindergärten und Krippen für alle Kinder kostenfrei sein sollten, mit Ja. Ebenfalls 84 % wollen, dass der Bund den Ländern und Gemeinden vorschreiben kann, mehr Kindertagesstättenplätze zu schaffen. Mehr als die Hälfte (54,5 %) sprachen sich dafür aus, dass zur Finanzierung einer besseren Kinderbetreuung Bund, Ländern und Gemeinden mehr investieren sollten. Immerhin 29,5 % stimmten für die Einführung eines „Soli-Beitrags“ für Kinder. Nur 16 % waren dafür, das Kindergeld zu kürzen, um mehr Ressourcen für die Infrastruktur zu haben.

Der UNICEF-Forderung, durch die Aufnahme der Kinderrechte in die Verfassung die Position der Kinder in der deutschen Gesellschaft zu stärken, stimmte eine deutlich Mehrheit von 79,5 % zu.