In vielen Ländern sterben damals bis zu 30 Prozent der Kinder bei oder kurz nach der Geburt. Die Dorfhebamme ist die einzige, die den Müttern beisteht. UNICEF entwickelt deshalb schon in den ersten Jahren seiner Arbeit eine Standardausrüstung für Hebammen. Dazu gehören eine Unterlage, eine scharfe, sterile Klinge, mehrere Schalen, Gaze, Gummihandschuhe, eine Flasche mit Antiseptikum und die wichtigsten Medikamente. Die leichten Aluminiumkoffer werden den Hebammen nach einem mehrtägigen Kurs in Hygiene und Geburtshilfe ausgehändigt. Schon 1955 nutzen allein auf den Philippinen über 2.000 traditionelle Hebammen die Instrumente. Bis heute haben die Hebammenkoffer ihren festen Platz in UNICEF-Nothilfeprogrammen. Ihr Inhalt reicht aus, um 50 Frauen (und ihren Kindern) eine sichere Geburt zu ermöglichen.
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