Für den weltweit ausgeschriebenen Wettbewerb reichten 123 Fotografen aus 33 Ländern insgesamt 1.147 Bilder ein. Zehn von ihnen wurden mit einer ehrenvollen Erwähnung ausgezeichnet.
"UNICEF Foto des Jahres" ist ein Projekt von UNICEF. Inhaber der Urheber- und Nutzungsrechte an den präsentierten Aufnahmen sind die jeweiligen Fotografen.
Ein paar Minuten Sorglosigkeit und unbeschwerter Kindheit: Im Norden von Gaza plantschen die Jungen in der Badewanne zwischen den Trümmern ihres Zuhauses. Dieses wurde bei einem israelischen Angriff zerstört. Der Krieg hat viele Bewohner des Gazastreifens obdachlos gemacht; in den Ruinen der Gebäude finden Familien Unterschlupf. Schutz bietet auch die Religion: ein palästinensisches Mädchen sagt Koranverse in einer Moschee in Gaza-Stadt auf.
Kinder haben das Recht, vor Krieg geschützt zu werden; doch allein in den 1990er Jahren starben mehr als zwei Millionen von ihnen in bewaffneten Konflikten. Mehr als eine Million verloren ihre Eltern oder wurden von ihnen getrennt. Die Fotografin Eman Mohammed hat mit ihrer Arbeit den Krieg in ihrer Heimat Gaza in Bildern festgehalten.
Date of Birth: 3rd of November 1987
Languages: excellent Arabic and English
Nationality: Jordanian, Palestinian
photography, news, media, foreign cultures, perfection writing, foreign languages and herbal since, women causes.
Ihr Zuhause ist ein stillgelegtes Bahngleis in einem Bangkoker Slum, und weil ihre Eltern zu wenig verdienen, um die Familien zu ernähren, müssen die Kinder von Sukhumvit mitarbeiten: als Bettler oder Blumenverkäufer in den Touristenvierteln,
als Handlanger bei Hahnenkämpfen.
Bangkoks Wirtschaft hat sich in den vergangenen Jahren mit hohem Tempo entwickelt, genauso schnell ist auch der Graben zwischen Arm und Reich gewachsen. Die meisten Kinder gehen zwar zur Schule – so sorglos, wie es sein sollte, wachsen sie allerdings nicht auf. Freizeit, Spiel und Erholung sind hier Privilegien, die den Kindern aus wohlhabenden Familien vorbehalten sind.
Born 1976 in Copenhagen, Denmark
Während der Schulzeit albert die blonde 16-Jährige lieber mit ihren Freunden und einem Einkaufswagen im Supermarkt herum, statt zu pauken. Sie lebt in einem Kinderheim nahe Berlin, freiwillig, nachdem sie einige Zeit in der Psychiatrie verbrachte. Nach Hause will sie vorerst nicht zurück – zu sehr bedrückt sie das schwierige Verhältnis zu ihrer Mutter.
Die Fotografin Anna Jockisch hat Jugendliche in Deutschland mehr als ein Jahr beim Erwachsenwerden und durch die Turbulenzen der Pubertät begleitet: Die erste Liebe, Partys, Alkohol, die Suche nach der eigenen Identität, die Konflikte mit den Eltern.
In Ingolstadt dokumentierte Jockisch einen Ausschnitt aus dem Leben einer 17 Jahre alten Berufsschülerin, die lieber in einen Tagtraum flüchtet, statt Aufgaben zu lösen. Widerstand gegen „die Alten“ – das Privileg jener Jugendlichen, deren Umgebung ihnen das Recht auf selbstbestimmte Gestaltung ihres Lebens zugesteht.
Studentin an der Fachhochschule für Design und Medien, Hannover, Deutschland
Anna Jockisch wurde am 24. Mai.1986 in München geboren. Nach Abschluss des Gymnasiums haben diverse Reisen die Entscheidung zur journalistischen Fotografie unterstützt. 2005 begann sie das Fotografiestudium bei Professor Rolf Nobel in Hannover. 2009 absolvierte sie eine halbjährige Hospitanz bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Anna wurde 2005 beim Jugendfotopreis mit dem ersten Preis in ihrer Alterskategorie ausgezeichnet. Ihre Arbeit „Jugend in Deutschland“ wurde 2008 auf dem Lumix Festival für jungen Fotojournalismus ausgestellt.
Sieben Jahre alt und süchtig: Rushanora raucht zusammen mit ihrem Vater Heroin. Die Droge betäubt Kälte- und Hungergefühle. Diese spürt die Familie besonders in den langen und eisigen Wintermonaten. Denn ihre Heimat Badakhshan liegt in einer abgeschiedenen Bergregion im Nordosten Afghanistans. Das Land gilt als der größte Rohopium-Produzent der Welt, und in manchen Teilen sind geschätzte 70 Prozent der Menschen abhängig.
Der sieben Monate alte Qurban ist schon süchtig geboren. Das Gesicht des Säuglings wirkt wie das eines leblosen Greises. Seine tägliche Dosis erhält er nach der Geburt weiterhin – mit der Milch seiner drogenabhängigen Mutter.
A.K. Kimoto is a Japanese photographer currently based out of Bangkok. After a successful career in the I.T. sector, A.K. decided to pursue his passion for travel and photography by moving to South-East Asia. Shortly after his arrival in Indonesia, a strong earthquake and tsunami devastated the Sumatran coastline around Aceh and a few days later he accepted his first assignment to cover this tragic story. Over the following years, A.K. worked with various international NGOs to document the recovery efforts in Aceh, and on many social issues in the region.
His most recent work focuses on the lives of Afghans who try to lead a normal existence while conflict and violence threaten their survival
Es ist einer der unbeschwerten Momente in ihrem Leben: Die sechs Jahre alte Vibe aus Dänemark verspritzt unter der Dusche Wasser in alle Richtungen. Eine Szene, die wohl viele Eltern kennen, doch für Vibe und ihre Familie ist sie eine seltene geworden. Denn das Mädchen leidet an einem Gehirntumor, eine der häufigsten Krebsarten bei Kindern. In Dänemark erkranken jedes Jahr rund 40 Kinder an einem Geschwür im Kopf.
Seit einem Jahr kämpft Vibe mit Chemotherapie und Bestrahlung gegen den Krebs. Die blonden, schulterlangen Haare sind ihr ausgefallen, die vielen Medikamente haben ihren Körper aufgeschwemmt.
Trotzdem genießt sie die Stunden im Arm ihres Vaters; beim Spielen mit ihrer gesunden Zwillingsschwester; im letzten Urlaub auf Mallorca. Nach insgesamt zwei Jahren verliert Vibe im Januar 2009 den Kampf gegen den Krebs.
Thomas Lekfeldt was born 1977 in Holbaek, Denmark. He has travelled extensively, primarily in Asia, until studying Anthropology for a year at the University of Copenhagen in 2001/2002.
He completed a bachelor's degree in photojournalism at the Danish School of Journalism in 2007. He currently works freelance for Danish and international press and is based in Copenhagen, Denmark.
In Denmark he primarily works for the Danish newspaper Ekstra Bladet. He has had his work published in The FADER Magazine, Le Monde 2, L'Espresso Magazine, Verdens Gang and Libération among others.
He has won awards in the New York Photo Awards, Best of Photojournalism, the Danish Picture of the Year and Eisa Maestro Photo Contest. He is represented by Moment Agency.
Der Krieg hat den sechs Jahre alten Abdel Aziz traumatisiert. 22 Tage kämpfte die israelische Armee Anfang 2009 hier im Gazastreifen gegen die Hamas und andere militante Palästinensergruppen. Während der Luft- und Bodenangriffe starben schätzungsweise 1.400 Menschen. Bei den Überlebenden hinterlassen die Kämpfe Spuren auf der Seele.
Auch in Abdels Kopf haben sich die Bilder des Kriegs eingebrannt. Gleich am ersten Schultag, eine Woche nach Waffenstillstand, kümmern sich Psychologen um ihn und die anderen Kinder.
In den Überbleibseln seines Zuhauses sucht ein Junge nach den Spielsachen. Die Wände sind übersät mit Einschusslöchern. Rund 4.000 Gebäude wurden zerstört, rund 50.000 Menschen sind obdachlos. Nach Wochen der Angst vor dem nächsten Bombenalarm legt sich ein wenig Ruhe über die Konfliktregion: Die Menschen können wieder zum Freitagsgebet gehen.
I am a Danish photojournalist born in the countryside outside Copenhagen. Most of my work centers on 'concerned photography' and I am constantly drawn to social, political and economic issues throughout the world. I have worked in countries like Russia, China, Tibet, DR Congo, Uganda, Kenya, Gaza, Lebanon, Syria, Kazakhstan, Latvia, India and Pakistan. In 2006 I graduated from the Danish School of Journalism. My passion and interest in photography developed in the late nineties after extensive travels in third world countries, where I realized the urge to document my surroundings. I love to undertake social and humanitarian projects around the world, and like the journey a photographic project can turn into over time. Most of all I just love people and love photography. My work has been published in publications such as TIME, The New Yorker, GEO, Stern, Der Spiegel, The Sunday Times Magazine, L'espresso, D La Repubblica delle donne, Internazionale and El Pais Semanal.
Wenn Mama und Papa, beide drogenabhängig, vor sich hindämmern, ist Anfisa sich selbst überlassen. Sie lehnt aus dem Fenster der verwahrlosten Wohnung in Sankt Petersburg, Zigaretten sind Spielzeug. Die Eltern des zwei Jahre alten Mädchens gehören zur Punkszene der Stadt und sind seit fünf Jahren ein Paar. Sie stehlen Lebensmittel aus dem Supermarkt und betteln um Geld auf der Straße. Anfisa hat das Recht, sich "gesund zu entwickeln". So will es die UN-Konvention der Kinderrechte. Wer setzt ihren Anspruch durch, wenn die Eltern versagen?
Born 1986, Tver, Russia, now living in Moscow
Sie „spielen“ den Ernstfall: Mit Plastikgewehr und kugelsicherer Weste ausgestattet, werden die Jungen gleich ein Gebäude in der kalifornischen Stadt Imperial durchsuchen. Die 13- bis 21-Jährigen lernen, Terroristen aufzuspüren, illegale Einwanderer zu jagen und Attentäter zu überwältigen. In einem Raum des Gebäudes liegt ein 15 Jahre altes Mädchen auf dem Boden, das T-Shirt gespickt mit roten Farbflecken und -spritzern, neben ihr die Tatwaffe – sie spielt die verwundete Geisel. Die Jugendlichen sollen den Schützen aufspüren.
Seit 2001 haben amerikanische Polizeibehörden mehr als 35.000 Jugendliche ausgebildet. Die Kinderrechtskonvention kann hier nicht greifen: Die USA und Somalia haben als einzige Länder der Welt die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen nicht ratifiziert.
todd.krainin(at)mail.mcgill.ca
Hier dürfen sie Kinder sein – trotz Krieg: Im Frühsommer 2009 spielen die vier Jungen und das Mädchen in einem Fluss nahe des Flüchtlingslagers „Yar Hussein“, rund hundert Kilometer westlich der pakistanischen Hauptstadt Islamabad. Das Lager ist ihre Heimat geworden – und die von zehntausend weiteren Menschen. Ihr eigentliches Zuhause liegt im nordpakistanischen Swat-Tal, doch dort kämpft die pakistanische Armee gegen die Taliban.
Jeden Tag drängen hunderte Flüchtlinge in das überfüllte Lager; überall in der Region entstehen Zeltstädte. Wegen des Konflikts sind in Pakistan schätzungsweise zwei bis drei Millionen Menschen auf der Flucht.
Der in Indien lebende australische Fotograf Daniel Berehulak hat Frauen, Männer und Familien während ihres Alltags in den Lagern begleitet. Seit zwei Jahren dokumentiert er den Konflikt in Pakistan.
daniel.berehulak(at)gettyimages.com
Daniel Berehulak is a New Delhi, India based photographer specializing in the Middle East and Southeast Asia. A native of Sydney, Australia, Daniel studied History at the University of New South Wales. He joined Getty Images in 2002 in Sydney and then relocated to London as a staff news photographer in 2005. Since then he has covered the war in Iraq, the after effects of Chernobyl and worked extensively in Pakistan, from the return of Benazir Bhutto to the effects of the continuing conflict between the Pakistani army and Taliban. This year Daniel covered both the Indian and Afghan elections, Indonesian Earthquake, and various stories throughout India.
Die Hochzeitsfrisur der 14 Jahre alten Ouma ist fertig – die krausen Haare schmiegen sich in feinen Zöpfen um ihren Kopf. Das Mädchen macht sich fein für einen Mann, den sie sich nicht selber ausgesucht hat. Heiraten muss sie ihn trotzdem. Ihr Bräutigam Hamidou ist 33 Jahre alt, das Mädchen wird seine zweite Frau.
Zur Hochzeitszeremonie in ihrer Heimat Niger gehört die rituelle Waschung, die Ouma über sich ergehen lässt. Vor der Eheschließung haben Bräutigam und Brautvater über den Preis für die Kindsbraut verhandelt. Sie ist umgerechnet 30 Euro und 100 Kolanüsse wert.
Das Land Niger hält einen Weltrekord: Drei Viertel der Mädchen werden vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet, so besagen es Erhebungen von UNICEF. Das Land gehört zu den ärmsten der Welt. Die Tradition verbietet vielerorts, dass die Ehefrauen nach der Hochzeit das Haus verlassen. Ohne Erlaubnis ihres Mannes darf Ouma von nun an weder einkaufen gehen noch Freunde besuchen.
Helfen Sie mit, dass Kinder gesund und sicher aufwachsen und zur Schule gehen können. Danke!
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