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Demokratische Republik Kongo

Kinder im Krieg

"Displaced by War" - Fotostrecke von Finbarr O'Reilly, Reuters

 

Kriegswaisen sitzen in kleinen Pappkartons im Waisenhaus St. Kizito in Bunia im Nordosten des Kongos. Ihre Eltern fielen ethnischen Auseinandersetzungen zum Opfer, die bereits seit mehreren Jahren in weiten Teilen des Landes herrschen. In dem Waisenheim leben insgesamt rund 100 Kinder. Die Versorgung der Kinder ist nicht immer leicht, denn es gibt zu wenig Geld und damit auch zu wenig Nahrung. Februar 2009

Der achtjährige Kriegswaise Faustin Mugisa wohnt im Waisenhaus St. Kizito. Sein Kopf und Oberkörper sind von Narben übersäht, die ihm bei einem Milizenangriff zugefügt wurden. Mugisa überlebte einen Angriff auf seine Familie, seine Mutter und die sieben Geschwister starben. Auch sein Vater wurde nur wenig später ermordet. Februar 2009

Zwei Schwestern stehen vor ihrer Hütte aus Bananenblättern in einem Flüchtlingslager in der Nähe der Großstadt Goma. Hunderttausende Menschen mussten aufgrund der anhaltenden Gewalt und Unsicherheit im Osten des Kongos ihre Heimatdörfer verlassen. Februar 2009

Ano Mboligikpelani, 12, hält ihre Schwester Honrine Ngbadulezele, 2, auf dem Arm. Die Schwestern leben in dem Dorf Bangadi im Nordosten des Kongos, das innerhalb eines Monats zwei Mal von Rebellen der ugandischen LRA (Lord's Resistance Army) angegriffen wurde. Die LRA hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten Zehntausende Kinder in ganz Zentralafrika entführt und als Kindersoldaten und Sexsklaven missbraucht. Februar 2009

Ein Kind, das deutlich mangelernährt ist, schläft erschöpft auf dem Rücken seiner Mutter. Die beiden warten in einer Kirche auf die Essensausgabe. Sie leben in einen Ort 70 km nördlich von Goma in der von Rebellen kontrollierten Region Rutshuru. Ein Widerausbruch der Kämpfe Ende 2008 zwang Hunderttausende Kongolesen zur Flucht und führte zu einer dramatischen Hungersnot. Mehr als fünf Millionen Menschen starben. November 2008

Eine Mutter stillt ihre beiden mangelernährten Kinder in einer katholischen Einrichtung in der von Rebellen kontrollierten Region Rutshuru. Sie kam mit ihren beiden Kindern in der Hoffnung, in der Kirche etwas zu essen zu erhalten. Die Region konnte aufgrund der Sicherheitslage lange nicht von Hilfsorganisationen erreicht werden. November 2008

Flüchtlinge, die aufgrund der anhaltenden Kämpfe ihre Heimatdörfer verlassen mussten, stehen am Rand einer Straße in Goma, Ost-Kongo. Wochenlang anhaltende Gewalt hat mehr als 250.000 Menschen aus der Provinz Nord-Kivu vertrieben. Insgesamt leben im Kongo mehr als eine Millionen Flüchtlinge aus dem eigenen Land. November 2008

Der stark mangelernährte Sadiki Basilaki, 9, erhält eine Tasse Milch in einer katholischen Einrichtung in der von Rebellen kontrollierten Region Rutshuru, 70 km nördlich von Goma. November 2008

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