Die neue UNICEF-Partnerstadt 2012/2013 heißt Ingolstadt. Ab Juni 2012 engagieren sich die Bürgerinnen und Bürger der Stadt gezielt für die Rechte von Kindern in Ingolstadt und in anderen Ländern der Welt. Sie berichten über die Arbeit von UNICEF und sammeln Spenden für das UNICEF-Bildungsprogramm in Burkina Faso. Kinder, Erwachsene, Unternehmen, Schulen und Vereine sind dazu aufgerufen, das Partnerschaftsjahr aktiv zu unterstützen.
Ingolstadt löst die Stadt Nürnberg als UNICEF-Partnerstadt ab. Seit 1991 haben sich bereits 18 deutsche Groß- und Landeshauptstädte für UNICEF eingesetzt.
Zwei Millionen Kinder in Burkina Faso gehen nicht zur Schule. Besonders auf dem Land, wo 75 Prozent der Bevölkerung leben, gibt es zu wenig Schulen – so auch in Legmoin im Südwesten des Landes. Die Gemeinde umfasst 46 Siedlungen, die rund zehn bis 20 Kilometer voneinander entfernt liegen. Die wenigen Schulen hier sind für die meisten Kinder zu weit entfernt. Die Klassen sind häufig überfüllt – so ist guter Unterricht kaum möglich. Auch fehlt es an qualifizierten Lehrern. Vielen Eltern ist außerdem nicht bewusst, wie wichtig Bildung für die Zukunft ihrer Kinder ist – auch und gerade für Mädchen. Viele Kinder in Burkina Faso schließen nicht einmal die Grundschule ab.
Mit den Spenden aus der Städtepartnerschaft mit Ingolstadt möchte UNICEF besonders benachteiligte Kinder in der Gemeinde Legmoin in die Schule bringen. In zwei Dörfern soll jeweils eine neue kinderfreundliche Grundschule für insgesamt rund 300 Schülerinnen und Schüler gebaut werden. Jede Schule erhält eine Bibliothek, um die Kinder im Lesen zu fördern.
Außerdem werden mit Hilfe aus Ingolstadt zwei Kindergärten, sogenannte „Bisongos“, entstehen. Hier sollen 160 Drei- bis Fünfjährige betreut und in ihrer Entwicklung gefördert werden. Auch die beiden Kindergärten bekommen eine kleine Bibliothek. Wie bei den Schulen verfolgt UNICEF hier den kinderfreundlichen Ansatz.
Zu einer „kinderfreundlichen“ Schule gehören gute und motivierte Lehrer. Denn außer einer guten Ausstattung sind gute Lehrmethoden der Schlüssel zum erfolgreichen Lernen. Mit den Spenden aus Ingolstadt möchte UNICEF insgesamt 55 Lehrer und Erzieher fortbilden.
In einem mehrstufigen Programm lernen die Lehrer, wie sie ihre Schüler aktiv in den Unterricht einbeziehen. Bei den Bildungsbehörden auf lokaler und nationaler Ebene setzt sich UNICEF außerdem dafür ein, wichtige Inhalte wie Hygiene und Aids-Aufklärung in die Lehrpläne aufzunehmen. Im Unterricht und in den Schulbüchern sollen Mädchen als gleichwertig behandelt werden.
Die Erzieher der Kindergärten werden u.a. darin geschult, altersgerechte Spiele zu organisieren, die die motorischen und geistigen Fähigkeiten der Kinder fördern.
Eine gute Grundbildung für alle Kinder ist nur möglich, wenn sich die ganze Gemeinde dafür stark macht und die Bildung ihrer Jungen und Mädchen unterstützt. UNICEF wird deshalb in der Gemeinde Legmoin die Gründung von Schulkomitees und Müttergruppen fördern. Die Komitees helfen, ein Bewusstsein für den Wert von Bildung zu schaffen und mehr Familien davon zu überzeugen, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Auch sollen sie dazu beitragen, dass die Rechte von Mädchen oder behinderten Kindern umgesetzt werden. Die Komitees arbeiten dabei eng mit den Lehrern und Betreuern zusammen.
UNICEF wird in Legmoin außerdem Aufklärungsaktivitäten zum Thema Gesundheit und Hygiene unterstützen. Freiwillige Helfer lernen, die Familien über richtige Ernährung und wichtige Hygiene-Regeln zu informieren. Insgesamt sollen durch diese Aktivitäten rund 2.000 Menschen erreicht werden.
Fußball im Zeichen der guten Sache: Der FC Ingolstadt hat sich am 19. April 2013 bei seinem Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig für das Projekt „UNICEF-Kinderstadt Ingolstadt“ starkgemacht. Die Spieler des Vereins traten im Audi Sportpark mit dem Logo der Kinderhilfsorganisation auf dem Trikot an.
Seit Vereinsgründung im Jahr 2004 ist Audi Partner und Trikotsponsor des FC Ingolstadt. Im Heimspiel gegen Braunschweig verzichtete das Automobilunternehmen auf sein Markenzeichen auf der Brust der Spieler und stellte die prominente Werbefläche UNICEF zur Verfügung. Für jede verkaufte Eintrittskarte gab Audi einen Euro in den Spendentopf und rundete den Betrag auf. So kamen insgesamt 11.000 Euro zusammen. Mehr
Am 25. Juli 2012 fand die zweite Betriebsversammlung der AUDI AG statt. Ein besonderer Gast auf der Betriebsversammlung war die UNICEF-Patin und Fernsehmoderatorin Nina Ruge. Sie bedankte sich beim Betriebsrat und dem Unternehmen als einem „wichtigen Partner“ bei dem Projekt. „Die Auftaktspende von 100 000 Euro ist für alle eine wunderbare Motivation, Spenden zu sammeln oder selbst Geld für die Schulen und Kindergärten im westafrikanischen Burkina Faso zu geben“, betonte Nina Ruge.
Bitte unterstützen Sie die Projekte der UNICEF-Städtepartnerschaft Ingolstadt mit einer Spende – vielen Dank!
Online spendenSparkasse Ingolstadt
Konto 55 55 20 20
BLZ 721 500 00
Kulturamt Ingolstadt
Harald Kneitz
Telefon: 0841 / 305-18 16
E-Mail: harald.kneitz(at)
ingolstadt.de
UNICEF-Arbeitsgruppe Ingolstadt
Christine Seehofer
Telefon: 0841 / 1 29 45 33
E-Mail: info(at)ingolstadt.unicef.de
UNICEF Deutschland
Daniela Ligori
Telefon: 0221/936 50-254
E-Mail: daniela.ligori(at)unicef.de