Im Vergleich menschlicher Entwicklung in den Ländern der Welt steht Niger an Stelle 174 von insgesamt 177 Ländern. In Niger leben 63% der Bevölkerung unter der Armuts-
grenze, 34% in extremer Armut. Nirgendwo sonst sind Kinder so benachteiligt: In Niger gehen rund eine Million Kinder nicht zur Schule. Für Mädchen stehen die Chancen noch schlechter. Sie werden oft früh verheiratet. Dabei hat Mädchenbildung enorm positive Auswirkungen: Frauen mit Bildung heiraten meist später, bekommen weniger Kinder und können diese besser versorgen. Die Kindersterblichkeit sinkt. Mädchen mit Schulbildung sind selbstbewusster und weniger gefährdet, sexuell missbraucht oder aus-
gebeutet zu werden.
Konkrete Ziele von UNICEF sind:
- In ausgewählten Gemeinden mehr Kinder in die Schulen zu bringen und die Schulen „kinderfreundlich“ zu gestalten. Dazu gehören Instandsetzung und Ausstattung von Klassenräumen. UNICEF stellt auch Schulmaterial bereit. Wichtig ist die Zusammenarbeit
mit den Eltern: UNICEF fördert eigene Bildungskurse für Mütter. Gemeinsam achten die
Frauen darauf, welches Kind zur Schule kommt, welches nicht, und bieten den Familien Hilfe an. - Ausbildung von 5.000 Lehrern
- Verbesserung der Lern- und Unterrichtsbedingungen
- Bereitstellung von Unterrichtsmaterial und Ausstattung
von 250 Klassenräumen - Förderung der Mädchenbildung
- Insgesamt sollen 150.000 Kinder erreicht werden.
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