

Kinder haben Rechte, die wie alle Menschenrechte schriftlich fixiert sind – in der UN-Konvention über die Rechte des Kindes von 1989 sind zum Beispiel das Recht auf Überleben, das Recht auf Bildung und auch der Schutz vor Missbrauch und Gewalt eines jeden Kindes festgeschrieben. 191 Staaten haben das Abkommen bereits ratifiziert. Doch für Millionen von Kindern liegen selbst die Eckpunkte der Konvention noch in weiter Ferne. Sie leiden täglich an Hunger und werden Opfer von Gewalt. Kinderarbeit hindert sie daran, in die Schule zu gehen. Die Kinderrechtskonvention half dabei, Verstöße gegen die Kinderrechte aufzuzeigen und sie nicht länger einfach hinzunehmen.
UNICEF setzt sich weltweit dafür ein, Kinderrechte bekannt zu machen und zu stärken. In Deutschland hat sich UNICEF gemeinsam mit anderen Organisationen wie Amnesty International, der Arbeiterwohlfahrt, dem deutschen Kinderhilfswerk und über 80 anderen bundesweit tätigen Organisationen 1995 zur National Coalition für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention zusammengeschlossen. Sie unterstützt Politiker bei der Verbesserung der Situation der Kinder und weist auf Missstände wie Kinderarmut, Chancenungleichheit, Missbrauch oder Gewalt gegen Kinder hin.
Mit dem Wettbewerb um den „UNICEF-JuniorBotschafter des Jahres“ erhalten Kinder die Möglichkeit, sich selbst für ihre Rechte einzusetzen. Auch für die 15-jährige Mirella Roemer aus Brüggen in Nordrhein-Westfalen war der Wettbewerb der Auslöser für ihr Engagement. Ihr Plan, selbst ein Buch über Kinderrechte herauszugeben, begründet Mirella ganz einfach: „Jemand, der sich schon als Kind für Kinderrechte einsetzt, geht als Erwachsener ganz anders mit Kindern und Kinderrechten um.“ Für ihr Vorhaben mobilisierte die Gymnasiastin ihr komplettes Umfeld: Freunde, Klassenkameraden, aber auch Prominente wie Elke Heidenreich oder Reinhard Mey beteiligten sich an dem Projekt. Das Ergebnis ist ein Buch für Kinder, aus dem auch Erwachsene viel lernen können. Aus den Erlösen will Mirella anderen Kindern Bildung ermöglichen – zum Beispiel mit der „Schule in der Kiste“.
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