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Lionel Messi besucht UNICEF-Projekte in Haiti

15. Juli 2010

Sein erstes „Auslandsspiel“ als UNICEF-Botschafter führte den frisch ernannten UNICEF-Botschafter Lionel Messi nach Haiti. Auch ein halbes Jahr nach dem verheerenden Erdbeben im Januar 2010 ist die Lage der Kinder dort immer noch extrem  schwierig. „Es gibt wenige Plätze auf der Welt, wo Kinder so gefährdet sind wie hier in Haiti“, sagte Messi. Im Flüchtlingslager Carrefour Aviation machte sich der Fußballstar selbst ein Bild von der Lage. 50.000 Haitianer leben hier seit der Katastrophe in Zelten. Als Ablenkung bietet UNICEF im Camp unter anderem Sportaktivitäten für die Kinder.

Der Spieler des FC Barcelonas und des argentinischen Nationalteams besuchte außerdem seine Landsleute bei der UN-Mission (MINUSTAH), die ein Feldlazarett betreuen. Mit UNICEF-Mitarbeitern sprach der Weltfußballer 2009 über die extremen Herausforderungen. Trotz massiver internationaler Hilfe sind nach Einschätzung von UNICEF weiter über 800.000 Kinder in den Notaufnahmelagern in hohem Maße von Krankheiten, Mangelernährung, dem Ausschluss von Bildung und von Missbrauch und Gewalt bedroht. Als großen Erfolg bewertet es UNICEF, dass es bisher gelungen ist, Hunger und Epidemien zu verhindern. Allerdings ist ein nachhaltiger Wiederaufbau noch lange nicht erkennbar. UNICEF geht davon aus, dass die eigentliche Nothilfe noch mindestens 18 Monate weitergehen muss, damit sich die humanitäre Krise nicht verschärft.

Trikot von Lionel Messi:

Online-Versteigerung für Kinder in Malawi

2. bis 11. Juli 2010

Signiertes Messi-Trikot

Ein signiertes Trikot des Fußballweltstars Lionel Messi versteigerte UNICEF vom 2. bis 11. Juli im Internet auf ebay. Der neue Trikot-Besitzer ist ein Schweizer: Mit 2.610 Euro hat er das höchste Gebot für das Trikot abgegeben. Der Erlös der Online-Versteigerung kommt UNICEF-Bildungsprogrammen in Malawi zu Gute. UNICEF-Botschafter Lionel Messi hat das Trikot des FC Barcelona signiert und zur Verfügung gestellt, um auf die Situation der Kinder in Afrika aufmerksam zu machen und zu helfen. Die Online-Versteigerung war eine gemeinsame Aktion des schweizerischen und des deutschen UNICEF-Komitees.

Mit der Aktion möchte UNICEF den Blick über die Fußballstadien der WM in Südafrika hinaus auf die Lage der Kinder richten. 45,5 Millionen Mädchen und Jungen in Afrika südlich der Sahara gehen nicht zur Schule. Malawi ist eines der ärmsten und gleichzeitig am dichtesten besiedelten Länder der Region. Vor allem auf dem Land gibt es viel zu wenig Schulen: Die Klassen sind überfüllt und schlecht ausgestattet, häufig findet der Unterricht noch immer unter freiem Himmel statt. Drei Viertel aller Kinder brechen die Schule frühzeitig ab. Es mangelt an Klassenzimmern und Lehrern. Zurzeit fehlen 20.000 Lehrerinnen und Lehrer, um einer ganzen Generation von Kindern die Chance zu geben, einen Weg aus der Armut zu finden. Deshalb wird mit dem Erlös der Versteigerung dort ein Lehrerseminar unterstützt.

Mehr Informationen zur Online-Versteigerung gibt es auf den Seiten von UNICEF Schweiz.