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Hintergrundinformationen

Kindern das Leben retten

Weltweit ist es in den letzten Jahrzehnten gelungen, die Kindersterblichkeit um mehr
als die Hälfte zu senken. Doch trotz guter Fortschritte in vielen Regionen sind die
Überlebenschancen für Kinder in West- und Zentralafrika noch immer schlecht.
Viele Neugeborene kommen geschwächt zur Welt, weil ihre Mütter chronisch mangelernährt sind. Die Geburt findet unter unhygienischen Bedingungen statt, es fehlt an ausgebildeten Hebammen. Komplikationen und gefährliche Infektionen drohen - besonders dann, wenn die Nabelschnur nicht hygienisch versorgt wird. Für Kleinkinder ist aber auch verschmutztes Trinkwasser lebensbedrohlich. Es führt schnell zu Durchfallinfektionen, die tödlich verlaufen können. Nur eins von drei Kindern in der Region besitzt zudem einen vollständigen Impfschutz gegen Krankheiten wie Tetanus und Masern. Und besonders in abgelegenen Regionen fehlt es an Medikamenten und ausgebildeten Gesundheitshelfern.

Es ist möglich, das Sterben vieler Kinder zu verhindern. UNICEF setzt dafür  ein Paket aus einfachen, kostengünstigen Maßnahmen ein:

Ausstattung für Hebammen

UNICEF schult traditionelle Geburtshelferinnen und stattet sie mit Hebammensets aus. Darin finden sich Scheren und Metallklemmen zum hygienischen Versorgen der Nabelschnur.

Impfkampagnen

UNICEF hilft, die Kinder gegen Tuberkulose, Diphtherie, Keuchhusten, Tetanus, Kinderlähmung und Masern zu impfen. UNICEF stellt Impfstoffe und Kühlboxen bereit und schult die Helfer.

Medizinische Geräte und Medikamente

UNICEF sorgt für einfache medizinische Geräte und Medikamente - Zucker-Salz-Mischung gegen Durchfall, Augentropfen, Fiebermittel oder
preiswerte Antibiotika. Mangelernährte Kinder erhalten Zusatznahrung. Vitamin-A-Kapseln stärken die Abwehrkräfte der Kinder.

Schutz vor Malaria

UNICEF stellt Moskitonetze zur Verfügung, die mit für Menschen ungefährlichen Insektiziden behandelt sind. Sie schützen Kinder und schwangere Frauen vor der gefährlichen Malaria.

Aufklärungsarbeit

Von UNICEF ausgebildete Freiwillige klären im Dorf über Hygiene und ausgewogene Ernährung auf. Besonders wichtig ist es, junge Mütter vom Stillen zu überzeugen - der besten und sichersten Nahrung für Neugeborene.