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UNICEF-Report 2012: Mein Recht auf Wasser | Foto: UNICEF

UNICEF-Report 2012

Mein Recht auf Wasser

Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse

20. Juni 2012

UNICEF-Report 2012

Mit dem UNICEF-Report 2012 ruft das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen die Regierungen dazu auf, die Rechte der Kinder auf soziale Entwicklung und den Schutz der Umwelt in den Mittelpunkt ihrer Politik zu stellen. Zum Auftakt des Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung in Rio de Janeiro unterstreicht UNICEF, dass die Lösung globaler Probleme wie der Weg hin zu einer nachhaltigen Form des Wirtschaftens ohne die Überwindung extremer Armut und Ungerechtigkeit nicht gelingen kann.

Eine nachhaltige Entwicklung setzt voraus, dass alle Kinder gesund aufwachsen, zur Schule gehen und vor Gewalt und Vernachlässigung geschützt werden. Hierzu gehört auch der Zugang zu lebensnotwendigen Gütern wie sauberem Wasser, Hygiene, sauberer Luft und ausreichender Nahrung. Internationale Experten haben in dem UNICEF-Report 2012 die Folgen einer globalen Wasserkrise für Kinder untersucht. UNICEF unterstützt in über 100 Entwicklungs- und Schwellenländern Wasser- und Sanitärprogramme für Kinder.

Zusammenfassungen der Kapitel des UNICEF-Reports 2012:

Bilderstrecke zum UNICEF-Report 2012

Die Verwirklichung des Menschrechts auf sauberes Wasser und hygienische Lebensverhältnisse ist ein Schlüssel zu einer nachhaltigen Entwicklung.

Jedes Jahr verlieren Millionen Menschen durch Überschwemmungen ihr Zuhause – wie auch dieses Mädchen in der pakistanischen Provinz Sindh, das nach den heftigen Monsunregenfällen im vergangenen Jahr mit seiner Familie vor den Wassermassen fliehen musste.

Zahlen und Fakten

Die Verwirklichung des Menschenrechts auf sauberes Wasser und hygienische Lebensverhältnisse ist einer der wesentlichen Schlüssel zu einer nachhaltigen Entwicklung. Doch dies liegt für einen großen Teil der Kinder immer noch in weiter Ferne.

  • Wasser und Gesundheit: Rund 780 Millionen Menschen haben bis heute keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Fast die Hälfte der Bevölkerung in den Entwicklungsländern leidet unentwegt an Krankheiten, die auf schlechte sanitäre Verhältnisse, mangelnde Hygiene und verunreinigtes Wasser zurückzuführen sind. Täglich sterben 3.000 Kinder an Durchfallerkrankungen.
  • Sanitärversorgung: 2,5 Milliarden Menschen haben keinen gesicherten, erschwinglichen und menschenwürdigen Zugang zu sanitären Einrichtungen. Trotzdem wird das Thema von Regierungen, Geldgebern und Öffentlichkeit immer noch vernachlässigt.
  • Ungleichheit: Arme Familien profitieren selten von Fortschritten. In Indien haben landesweit weniger als 50 Prozent der Haushalte Zugang zu einfachen Latrinen. Während aber 98 Prozent des wohlhabenden Fünftels sanitäre Einrichtungen haben, ist das ärmste Fünftel der Bevölkerung nahezu komplett ausgeschlossen.
  • Wirtschaft: Die Vereinten Nationen schätzen, dass der Mangel an sauberem Trinkwasser und ausreichender Sanitärversorgung allein die afrikanischen Länder südlich der Sahara jährlich fünf Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts kosten.
  • Konflikte: Sauberes Wasser wird in immer mehr Regionen zum kostbaren Gut. Bis zum Jahr 2000 waren 30 Länder von absoluter Wasserarmut betroffen. Bis zum Jahr 2025 könnten acht weitere hinzukommen. Wassermangel erhöht die Gefahr von Auseinandersetzungen – vom Streit um Brunnen bis bewaffneten Kämpfen.

UNICEF zu Rio+20: Nachhaltige Entwicklung braucht soziale Gerechtigkeit

UNICEF-Wasserprogramme

UNICEF unterstützt in über 100 Entwicklungs- und Schwellenländern gezielte Programme, um die Wasser- und Hygienesituation für Kinder nachhaltig zu verbessern. Gemeinsam mit den Regierungen setzt UNICEF auf umfassende Lösungen: vom Brunnenbau bis hin zur Ausbildung von Freiwilligen, die Anlagen instand halten und über Hygiene aufklären. UNICEF konzentriert seine Hilfe dabei auf besonders benachteiligte Bevölkerungsgruppen in ländlichen Regionen.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Arbeit mit und in Schulen. 2010 hat UNICEF gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation und weiteren Partnern den weltweiten Aufruf »WASH (Water and Hygiene/Sanitation) in schools« gestartet. Ziel ist es, Entscheidungsträger zu verstärkten Investitionen in Wasser und Hygiene an Schulen und einer noch effektiveren Zusammenarbeit zu bewegen. UNICEF unterstützt die Regierungen dabei, in allen Schulen feste Wasser- und Hygienestandards umzusetzen. Hatten 2005 erst 33 der Programmländer entsprechende Regelungen, waren es 2010 schon 94.

Mit Hilfe von UNICEF haben im Jahr 2010 rund 3,8 Millionen Haushalte Zugang zu sauberem Trinkwasser erhalten. Über 2,4 Millionen Haushalte erhielten Zugang zu Latrinen. Rund 42 Millionen Menschen wurden durch Aufklärungskampagnen über Hygiene erreicht. Sehr bekannt ist die Kampagne zum internationalen Hände-Waschtag am 15. Oktober. UNICEF wirbt damit weltweit für regelmäßiges und gründliches Händewaschen – gemeinsam mit vielen Partnern. Allein 2011 hat die Kampagne rund 200 Millionen Menschen erreicht und zu nachweislich positiven Veränderungen geführt.

Wasser wirkt: Helfen Sie mit, Brunnen zu bauen und über Hygiene aufzuklären. Danke!

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