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Alexandra ist 17 Monate alt. Sie lebt in einem Heim für Aids-Waisen in der Stadt Kaliningrad in Russland. Foto: UNICEF/NYHQ2004-0698/G. Pirozzi.

 

Welt-Aids-Konferenz in Österreich

Dieses Jahr findet die 18. Internationale Aids-Konferenz (AIDS 2010) vom 18. bis 23. Juli in Wien statt. Diese weltweit größte Konferenz zum Thema HIV und Aids wird alle zwei Jahre organisiert. Erwartet werden 25.000 Besucher aus ca. 100 Ländern.

 

Menschenrechte im Fokus: "Rights here, Right Now"

Das diesjährige Thema der AIDS 2010 lautet: "Rights Here, Right Now". Dadurch werden Menschenrechte erstmals ins Zentrum einer effektiven HIV/Aids-Bekämpfung gerückt.

Staats- und Regierungschefs hatten festgelegt, dass mit dem Jahr 2010 ein universeller Zugang zu HIV/Aids-Vorbeugungs- und Behandlungs-
angeboten für jede Person möglich sein soll. Viel konnte bereits verbessert werden, doch noch mehr bleibt zu tun, um einen universellen Zugang Wirklichkeit werden zu lassen. Aus diesem Grund soll die Aids-Konferenz dabei helfen, die Vorbeugungs- und Behandlungsangebote entscheidend zu erweitern.

Die Stadt Wien wurde ganz bewusst als Gastgeber für die diesjährige Konferenz ausgewählt. Aufgrund der geographischen Lage schlägt Wien eine und Zentralasien  – zwei Regionen mit dem größten Zuwachs von HIV-Infizierungen. Hauptsächliche Ursache für den rasanten Anstieg ist der Dogenkonsum.

 

UNICEF stellt Kinder ins Zentrum aller Maßnahmen

OneMinutes: Four of a kind

2005 wurde von UNICEF die internationale Kampagne "Unite for Children, Unite against Aids" ins Leben gerufen, um erstmals auch Kinder im Kontext von HIV/Aids zu adressieren. Die globale Kampagne verfolgt vier Ziele:

  • Mutter-Kinder-Übertragung stoppen
  • Medizinische Versorgung gewähren
  • Aufklärung und Prävention vorantreiben
  • Überlebenshilfe für Waisen und andere betroffene Kinder sichern.

Durch diese Programme war es UNICEF möglich erhebliche Fortschritte im Kampf gegen HIV/Aids zu erzielen. So stieg der Anteil der erkrankten Kinder, die behandelt werden, deutlich - um fast 40 Prozent in einem Jahr. Doch noch immer werden Kinder seltener behandelt als Erwachsene und die Mehrheit der gefährdeten oder erkrankten Kinder bleibt unversorgt.