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24. July 2009von Anna Stechert

Eine neue Schule für Sinku

picture-035.jpgEndlich!!! Es geht es wieder in die UNICEF-Projekte, zum ersten Mal seit meiner Rückkehr im April. Nach dem schweren Zyklon bereite ich gerade mehrere groß angelegte Informationskampagnen vor und hatte deshalb bis jetzt noch keine Möglichkeit, wieder ins Feld zu fahren.

Aber heute! Als ich im Hubschrauber sitze und wir in Richtung Delta abheben, bin ich einfach glücklich. Und ich merke wieder einmal, dass ich in die Projektwelt gehöre. Wir sind auf dem Weg nach Sinku, einem kleinen Dorf in dem vom Zyklon betroffenen Gebiet. Sinku hatte es damals schwer erwischt, als der Sturm über die Gegend fegte. Von 350 Häusern standen gerade noch vier. Die Schule wurde komplett zerstört. Den ganzen Beitrag lesen

19. February 2009von Anna Stechert

Letzer Tag in Banda Aceh

090219-200-school-opening-023.jpgWas für ein Tag! UNICEF eröffnet heute die 200. kinderfreundliche und erdbebensichere Schule, SDN 34. Mit ihren 22 Klassenzimmern für über 1.000 Schüler ist SDN 34 auch die größte Schule, die UNICEF in Aceh und Nias baut. Und für mich eine der schönsten.

Drei zweistöckige Gebäude rahmen den riesigen Schulhof. Das neue, verbesserte Design, das UNICEF im vergangenen Jahr eingeführt hat, macht die Gebäude noch sicherer, noch angenehmer. Jedes Klassenzimmer hat jetzt zwei breite Türen; breite Treppen führen vom Obergeschoss hinab, so dass im Notfall Gedränge vermieden wird. Die Belüftung der Räume wurde stark verbessert, zusätzliche Regale mit eingeplant, auf denen die Kinder ihre Bücher und Wasserflaschen abstellen können.

090219-200-school-opening-158.jpgDie heutige Zeremonie ist ein Großereignis. Der Direktor der Wiederaufbaubehörde für Aceh and Nias ist gekommen, auch der Direktor des Bildungsministeriums von Aceh und der Chef der UN.

Es ist die letzte Schuleröffnung, die ich organisiert habe. Heute ist mein letzter Arbeitstag in Aceh. Ein komisches Gefühl. Insgesamt bin ich froh, dass mein Aufenthalt hier zu Ende geht – ich habe Lust auf ein neues Land, neue Herausforderungen. Und doch, während ich den Schülern beim traditionellen Begrüßungstanz zuschaue, realisiere ich, wie fantastisch meine Zeit in Aceh war und wieviel ich in den vergangenen 4 Jahren gelernt habe.

Durch das intensive Leben und Arbeiten hier ist Aceh mein zweites Zuhause geworden, und mir wird mulmig, wenn ich daran denke, dass das nun ein Ende haben soll. Mir graut es bereits davor, meinen Kollegen und Freunden Tschüß sagen zu müssen.

090219-200-school-opening-167.jpgAber wie es nunmal so ist: Ein Kapitel geht zu Ende, und ein neues beginnt. Für mich wird die nächste Station Myanmar sein, wieder für UNICEF. Ich freue mich drauf.

23. December 2008von Anna Stechert

Vier Jahre nach dem Tsunami

Noch einen Tag bis Weihnachten, noch zwei Tage bis zum vierten Jahrestag des Tsunami. Es ist mein viertes Weihnachten in Banda Aceh, und es wird mein letztes sein. Vier Jahre - wer hätte das damals gedacht, als ich im April 2005 - ursprünglich für drei Wochen - zum Aushelfen nach Indonesien kam?

Es waren spannende und faszinierende Jahre. Ich erinnere mich noch daran, als ich vor knapp vier Jahren zum ersten Mal inmitten der Trümmerwüste im völlig zerstörten Hafengebiet der Stadt stand. Kein Laut war damals zu hören, und weit und breit nichts zu sehen außer Schutt und ein paar Ruinen.

Jetzt ist das Viertel nicht wiederzuerkennen. Dicht an dicht stehen neu gebaute Häuser, der Fischmarkt ist im vollen Gange, und soeben legt die Fähre vom neuen Hafen ab. Man muss schon gezielt nach Spuren des Tsunami suchen - auch wenn es sie natürlich gibt. So ist das große, 4.000 Tonnen schwere Schiff, das von der Flut drei Kilometer ins Landesinnere gespült wurde, immer noch da. Und es wird auch da bleiben. Inzwischen ist es eine Art Touristenziel geworden – so deutlich zeigt es die immense Kraft der Wellen, die hier am 26. Dezember 2004 zuschlugen. Den ganzen Beitrag lesen

8. October 2008von Anna Stechert

Rollenspiel gegen Kindesmissbrauch

role-play.JPGMit dem Auto geht es dieses Mal nach PyaPon, ungefaehr 4 Stunden entfernt von Yangon. Die Fahrt ist herrlich—vorbei an saftig grünen Reisfeldern und Wasserbüffelherden. Aber je weiter wir fahren, desto deutlicher werden die Schäden, die der Zyklon hinterlassen hat: entwurzelte Bäume, zerstörte Häuser, Ruinen. Auch lässt die Strasse stark zu wünschen übrig –sie hat lauter Löcher, so dass wir schliesslich arg durchgeschüttelt in PyaPon ankommen.

Von dort geht es gleich weiter mit dem Boot nach Ah Char Lay, einem kleinen Dorf, das vollkommen zerstört wurde. UNICEF hat dafür gesorgt, dass die Bewohner sauberes Wasser haben. Und UNICEF hat ein Kinderzentrum hier gebaut, das inzwischen zu einem richtigen Gemeindezentrum geworden ist. Vor dem Zyklon gab es für die Kinder keinen Platz zum Spielen – umso mehr genießen sie jetzt die vielen Aktivitäten. Den ganzen Beitrag lesen

8. October 2008von Anna Stechert

Eine neue Schule für Bogalay

Ich besuche ein Dorf, in dem UNICEF eine neue kinderfreundliche und zyklonsichere Schule baenn wird. Am Steg wartenkids-in-temporary-learning-space-bogalay.jpg schon die Dorfbewohner. Wieder taste ich mich vorsichtig auf dünnen Baumstämmen vorwärts und wäre doch beinahe in den Fluss gefallen, wenn mich die Dorf-Lehrerin nicht im letzten Augenblick festgehalten hätte. Mit der örtlichen typischen fantastischen Eleganz führt sie mich auf sicheren Grund, während die umstehenden Dorfbewohner sich mal wieder über die tolpatschige Deutsche kaputt lachen. Ich muss auch lachen, weil ich es immer noch nicht hinbekomme, ohne Hilfe vom Boot ins Dorf zu kommen.

Wir gehen zur Übergangsschule, die private Spender finanziert haben – es ist gerade mal ein Raum. Die Wände bestehen aus einem dünnen Bambus-Geflecht, um die Kinder wenigstens etwas vor Sonne, Wind und Regen zu schützen. Wie üblich in Myanmar, werden auch hier alle fünf Klassen in einem Raum unterrichtet. Anders wäre es auch gar nicht möglich, denn das Dorf hat nur drei Lehrer – für 140 Schüler. Den ganzen Beitrag lesen

6. October 2008von Anna Stechert

Familienzusammenführung in Labutta

Phyu Phyu Soe und ihr VaterEndlich kann ich wieder ins „field“. Ich fliege mit dem Helikopter nach Labutta, um dort ein Mädchen zu treffen, das mit Hilfe von UNICEF seinen Vater wiedergefunden hat. Phyu Phyu Soe ist elf Jahre alt und kommt aus einem kleinen Dorf. Zusammen mit ihren Eltern und ihren fünf Schwestern lebte sie in einer Hütte in der Nähe der Reisfelder, auf denen ihre Eltern arbeiteten. Der Zyklon hat die ganze Familie auseinandergerissen.

Phyu Phyu Soe wurde von den Wassermassen flussabwärts getrieben und schließlich von der Frau eines Priesters gefunden. Diese Frau informierte sofort das Rote Kreuz Myanmar, das eng mit UNICEF zusammenarbeitet. Phyu Phyu Soes Informationen wurden in der von UNICEF mit entwickelten Datenbank erfasst. Das Mädchen kam in einer kleinen Wohngruppe in Labutta unter. Dort lebte sie zusammen mit acht anderen Kindern, die ihre Eltern verloren hatten. Von UNICEF bekam sie eine große Tasche mit Bettzeug, Kleidung, Hygieneartikeln und Spielsachen. Währenddessen machte sich das Rote Kreuz auf die Suche nach ihrer Familie. Den ganzen Beitrag lesen

23. August 2008von Anna Stechert

Drei Geschwister

Kinder im KinderzentrumIn einem UNICEF Kinderzentrum am Rande von Labutta treffe ich Aye Aye Soe, elf Jahre alt, und ihre beiden kleinen Geschwister, Aye Mya Moe (7) and Ye Htet Kyaw (3). Die zwei Mädchen und ihr kleiner Bruder sind während des Zyklons von ihren Eltern getrennt worden.

“Wir waren zu Hause, als der Sturm losging, und meine Mutter rannte und suchte meinen Vater, der auf den Reisfeldern arbeitete”, erzählt Aye Aye Soe. Der Sturm wurde stärker, und das Haus fiel auseinander. Die drei Kinder rannten zu den Nachbarn, doch auch da war das Haus schon zusammengefallen. Und dann kam das Wasser. Den ganzen Beitrag lesen

21. August 2008von Anna Stechert

Kinderzentrum

Kinderzentrum 01Endlich, endlich komme ich dazu, meine Bilder aus Aceh an Kinder in Myanmar zu verteilen. Wir fahren mit dem Boot etwa eine halbe Stunde, bevor wir am schlammigen Ufer anlegen. Über einen schmalen Baumstamm gehen wir den Hügel hinauf und machen uns auf den Weg nach Kyet Taung Chaung. Das allein ist schon ein Abenteuer. Etwa 15 Minuten lang dauert der Weg, und um das Dorf zu erreichen, müssen wir auf dünnen Baumstämmen balancieren, uns durch Büsche schlagen und über wacklige kleine Brücken laufen. Natürlich landen wir mehrfach im wadentiefen Schlamm. Zum Glück regnet es heute wenigstens nicht. Den ganzen Beitrag lesen

20. August 2008von Anna Stechert

Hilfe im strömenden Regen

Hilfe im strömenden Regen 01Anders als in Aceh ist man hier hauptsächlich per Boot unterwegs. Die meisten Dörfer sind auf anderem Wege gar nicht erreichbar. Und so steigen wir am frühen Morgen in ein etwas klappriges Gefährt, das aber, wie mir mein Kollege erklärt, total sicher sein soll. Zur Sicherheit haben wir aber doch Schwimmwesten dabei.

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19. August 2008von Anna Stechert

Schulrucksäcke für die Kinder in Bogalay

Schulrucksäcke für die Kinder in Bogalay 01Wir fahren dem UNICEF-Laster zur Auk Paing Schule in Bogalay hinterher. Hier wollen wir heute Rucksäcke gefüllt mit Schulmaterialien an alle 617 Schüler verteilen. Die Schule ist in einem ärmlichen Zustand, es gibt gerade einmal drei Schülertoiletten, die aber sowieso keiner benutzt. Seit dem Zyklon gibt es keinen Strom mehr, und weil der Himmel durch den Monsun ständig grau ist, ist es eigentlich zu dunkel in den Klassenzimmern. Eine Turnhalle gibt es auch nicht, und das bedeutet, dass während des sechsmonatigen Monsunregens der Sportunterricht ausfällt. Viele der Kinder können sich die Schuluniform nicht leisten, die meisten haben noch nicht einmal Schuhe an.

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