Was für ein Tag! UNICEF eröffnet heute die 200. kinderfreundliche und erdbebensichere Schule, SDN 34. Mit ihren 22 Klassenzimmern für über 1.000 Schüler ist SDN 34 auch die größte Schule, die UNICEF in Aceh und Nias baut. Und für mich eine der schönsten.
Drei zweistöckige Gebäude rahmen den riesigen Schulhof. Das neue, verbesserte Design, das UNICEF im vergangenen Jahr eingeführt hat, macht die Gebäude noch sicherer, noch angenehmer. Jedes Klassenzimmer hat jetzt zwei breite Türen; breite Treppen führen vom Obergeschoss hinab, so dass im Notfall Gedränge vermieden wird. Die Belüftung der Räume wurde stark verbessert, zusätzliche Regale mit eingeplant, auf denen die Kinder ihre Bücher und Wasserflaschen abstellen können.
Die heutige Zeremonie ist ein Großereignis. Der Direktor der Wiederaufbaubehörde für Aceh and Nias ist gekommen, auch der Direktor des Bildungsministeriums von Aceh und der Chef der UN.
Es ist die letzte Schuleröffnung, die ich organisiert habe. Heute ist mein letzter Arbeitstag in Aceh. Ein komisches Gefühl. Insgesamt bin ich froh, dass mein Aufenthalt hier zu Ende geht – ich habe Lust auf ein neues Land, neue Herausforderungen. Und doch, während ich den Schülern beim traditionellen Begrüßungstanz zuschaue, realisiere ich, wie fantastisch meine Zeit in Aceh war und wieviel ich in den vergangenen 4 Jahren gelernt habe.
Durch das intensive Leben und Arbeiten hier ist Aceh mein zweites Zuhause geworden, und mir wird mulmig, wenn ich daran denke, dass das nun ein Ende haben soll. Mir graut es bereits davor, meinen Kollegen und Freunden Tschüß sagen zu müssen.
Aber wie es nunmal so ist: Ein Kapitel geht zu Ende, und ein neues beginnt. Für mich wird die nächste Station Myanmar sein, wieder für UNICEF. Ich freue mich drauf.