Autoren Archiv

22. March 2010von Anne-Kristin Peter

Hände waschen an der Rubingo Schule

kinder-beim-handewaschen.jpgNoch immer haben laut UNICEF rund 884 Millionen Menschen auf der Welt nicht genug sauberes Wasser und 2,5 Millionen - also mehr als ein Drittel der Weltbevölkerung - müssen ohne Latrinen und ohne Abwasserentsorgung auskommen. An der Rubingo Schule in der Nähe der ruandischen Hauptstadt Kigali ist das zum Glück nicht mehr so. Hier hat UNICEF  den Bau von Latrinen und die Schulung von Lehrern unterstützt. Auch aktuell werden hier neue Latrinen und Waschmöglichkeiten gebaut. Seit mehreren Jahren lernen die Kinder, warum es wichtig ist, sich Hände zu waschen und wie das überhaupt geht. Das haben mir Dorkas, Yvonne und Schadrack gezeigt.


20. March 2010von Anne-Kristin Peter

Engagiert im Anti-AIDS Club


Das ist Verena. Sie ist die zweite Vorsitzende des Anti-AIDS Clubs der Murama Schule im Bugesera District in Ruanda. „Wir lernen viel über AIDS und wie man sich davor schützen kann“, erzählt sie mir. Mittels Gesprächen, Tanz, Theater und Gedichten beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem wichtigen Thema und geben ihr Wissen bei Aufführungen auch an ihre Klassenkameraden weiter. Und sie hat sogar ein eigenes Gedicht geschrieben!

Den ganzen Beitrag lesen

3. March 2010von Anne-Kristin Peter

Pilotprojekt “ISANGE”: Hilfe für Opfer von Gewalt

Fast ein Drittel aller ruandischen Frauen erleben nach ihrem 15. Lebensjahr physische Gewalt. Während meiner Zeit in Kigali/Ruanda habe ich ein beeindruckendes Pilotprojekt besucht, das von UNICEF ganz stark unterstützt wird und Opfern von gender-based und häuslicher Gewalt hilft. Dabei konnte ich auch mit einem 14-jährigen Mädchen sprechen, das vergewaltigt wurde, nun schwanger ist und Hilfe im “ISANGE Center” erhielt.


28. February 2010von Anne-Kristin Peter

Ein kleiner Rundgang durch die Rubingo School

trinken2.jpgHoch oben auf einem der Hügel nahe Kigali liegt die Rubingo Schule. Hier lernen derzeit fast 1200 Kinder. Bei meinem Besuch vor zwei Wochen begrüßt mich Direktorin Eugénie herzlich. Es ist ihr anzumerken, wie stolz sie auf das ist, was hier in den rubingo-school2.jpgvergangenen Jahren geschaffen wurde. Sie ist bereits seit 2001 hier und nicht nur die gute Seele der Schule. Sie kann richtig anpacken, Verbündete suchen, etwas auf die Beine stellen. Und gepaart mit der finanziellen und technischen Unterstützung von UNICEF hat sie damit in den vergangenen Jahren einiges erreicht.

Den ganzen Beitrag lesen

25. February 2010von Anne-Kristin Peter

Abschied von Kigali

kinder-und-anne.jpgEs kommt mir vor als wäre es erst gestern gewesen, dass ich auf ruandischem Boden gelandet bin. Doch es ist mittlerweile schon mehr als 7 Wochen her! In der Zwischenzeit habe ich zwar nicht immer gebloggt, aber die verschiedensten Projekte, Organisationen und vor allen Dingen Schulen besucht, die UNICEF hier in Ruanda unterstützt. Und habe so viel Material, Foto, Videos, Interviews etc., wie möglich mitgenommen, das zum großen Teil auch noch auf der Festplatte meines Laptops ruht und nur darauf wartet, endlich bearbeitet zu werden. Dies wird in den nächsten Wochen nach und nach geschehen.  Da gibt’s zum Beispiel den kleinen Pierre Celestin aus Kigeyo, der endlich zeigen möchte, womit er seine ganze Schule begeistert. Oder Priscille von der Murama-Schule, die mir ein Blick in ihr Leben ermöglicht hat. Oder Straßenkinder wie Aimable oder Clement, die mir von ihrem Leben auf der Straße und wie sie davon weggekommen sind erzählt haben. Kinder von der Rubingo Schule, die begeistert gezeigt haben, wie Hände waschen geht. Oder Sarah. Sie ist 14 und im 8. Monalt schwanger. Nach einer Vergewaltigung fand sie in einem von UNICEF unterstützten Zentrum Schutz und Hilfe.

Insofern werde ich  zwar nicht mehr körperlich hier anwesend sein, aber kann dank des vielen Materials, das noch auf Aufarbeitung wartet,  immer noch mitten aus dem Leben von Kindern in Ruanda berichten.

pierre-anne-und-kinder.jpgWas ich nach sieben Wochen sagen kann: UNICEF in Ruanda macht tolle und wichtige Arbeit. Ich habe viele Kinder getroffen, die direkte oder indirekte Hilfe bekommen haben und deren Leben sich dadurch verbessert hat. An vielen Stellen ist allerdings auch noch viel Arbeit und Unterstützung nötig, damit sich das Leben von Kindern tatsächlich langfristig und nachhaltig ändert.  Ich habe jedoch selten so eine Lust auf Schule und Freude am Lernen gesehen wie an der Rubingo Schule, der Murama Schule oder der Kigeyo Schule. Das hat mich wahnsinnig beeindruckt und berührt. Das ist die Zukunft der Kinder hier und ihre Chance, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Und das wissen sie. Immer wieder kam ich mit den Kindern ins Gespräch und musste selbst viele Fragen beantworten - wie wird man denn Journalistin, wie sieht Deutschland aus, wie sagt man auf Deutsch “Guten Tag” usw.

madchen.jpgDas war eine spannende Zeit mit den vielfältigsten Einblicken in Kinderleben. Positive, berührende, nachdenkliche Momente und Erinnerungen, mit denen ich heute Abend ins Flugzeug steige und über die ich auch in den nächsten Wochen noch weiter berichten werde.

24. February 2010von Anne-Kristin Peter

Fußballspielen mit dem Filmteam

Am Wochenende gab es für viele Kinder der Murama Schule ein ganz besonderes Ereignis: Ein deutsches Drehteam war an der Schule zu Gast und sogar bei einigen Kindern zu Hause! Da waren nicht nur die Schulkinder, sondern oft auch das halbe Dorf unterwegs um die spannenden Dreharbeiten zu verfolgen!

fussball.jpgGemeinsam mit einem Team des KI.KA – Der Kinderkanal von ARD und ZDF habe ich drei Tage lang für eine Reportage zum Thema „Kinderrechte“ gedreht. Unter anderem an der Murama Schule. Dort zeigte der 16-jährige Erneste dem Moderator Ben u.a., wie er aus Bananenblättern einen Fußball bastelt und damit sein „Recht auf Spiel“ umsetzt! Das war sehr spannend. Innerhalb von 15 Minuten wurde aus fünf unterschiedlich großen Bananenblättern, etwas Stoff sowie Schnur ein richtiger kleiner Fußball. Um den dann auch gleich die halbe Schule kämpfte und wie hier auf dem Bild zu sehen vor den neuen von UNICEF gesponserten Schulgebäuden spielte (rechts im Bild: Moderator Ben, links: Erneste)!

erneste-fusball.jpgErneste ist, wie viele andere Jungen hier, total fußballbegeistert. „Ich muss jeden Tag Fußball spielen!“ sagt er. Er spielt nicht nur an der Schule Fußball, sondern auch in einem Verein. Und verfolgt, wenn er Zeit hat, auch in seiner Freizeit über den Fernseher eines örtlichen Restaurants die europäischen Fußball-Ligen. Sein ganzer Stolz ist ein Armband seines Lieblingsvereins Manchester United, das er mal von einem Besucher der Schule geschenkt bekommen hat. Er und seine Freunde kennen viele der europäischen Fußballer mit Namen und fiebern auf die WM auf dem eigenen Kontinent hin. Die ruandische Nationalmannschaft ist da zwar nicht vertreten, aber „die sind leider auch nicht gut genug“, gesteht der 16-jährige.

Aber das stört ihn nicht, wenn er nur selbst so oft wie möglich spielen kann. Und beim Spielen vor der Kamera sind seine Freunde und er voll in ihrem Element.

16. February 2010von Anne-Kristin Peter

Bei Kindern zu Hause

auf-dem-land.jpgGestern hatte ich die Möglichkeit, verschiedene Kinder und ihre Familien zu Hause auf dem Land zu besuchen. Die Erlebnis dort haben mich sehr beeindruckt und emotional aufgerüttelt. So langsam beginne ich zu verstehen, warum die Kinder hier wirklich und mit ganzem Herzen gerne zur Schule gehen und an Clubs wie dem Anti-Aids Club teilnehmen. Es geht um ihr Leben. Es ist oft ihre einzige Chance, aus der Armut herauszukommen und eine wirkliche Zukunft zu haben.

Den ganzen Beitrag lesen

12. February 2010von Anne-Kristin Peter

Eine neue Zukunft für ehemalige Kindersoldaten

ehemalige-kindersoldaten.jpgVor ein paar Wochen hatte ich – auch im Hinblick auf den heutigen „Red Hand Day“, den internationalen Tag gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten – die Gelegenheit, ein Rehabilitationszentrum für ehemalige Kindersoldaten zu besuchen. Dabei konnte ich auch mit einigen der derzeit 24 dort lebenden Jungen reden. Dieses Erlebnis hat mich sehr beeindruckt. Wenn man in die Augen einiger der Jungen geblickt hat, konnte man erahnen, was sie wohl schon gesehen und mitgemacht haben müssen. Ihre Geschichten sind schwer, die Herzen der meisten sicherlich noch.

interview-mit-bunaventure.jpg

Ich bekam die Erlaubnis, nicht nur zu fotografieren, sondern auch zu drehen. Und darf sogar ihre Gesichter zeigen und ihre richtigen Namen nennen. So wird, glaube ich, auch wenn man das Camp nicht selbst besucht hat, klar, was solch ein Schicksal bedeutet. Hier nun der kleine Film, der dort entstanden ist.


Und HIER ist der etwas ausführlichere Beitrag mit weiteren Interviews und Infos  – um dem Ganzen mehr Raum zu geben diesmal auf einer eigenen Seite.Ich freue mich über Euer/Ihr Feedback!

10. February 2010von Anne-Kristin Peter

Die UNICEF-Arbeit vor Ort

tuseme-club.jpgSeit nunmehr 5 Wochen lerne die Arbeit der UNICEF Kollegen hier vor Ort kennen und besuche Projekte. Ich erlebe hier tagtäglich mit, wie die Kollegen für die Kinder arbeiten und schon viele Erfolge erzielt haben. Sie fördern sehr beeindruckende, konkrete Projekte und Institutionen. Ganz wichtig ist es aber auch die Regierung dabei zu unterstützen, ein kinderfreundliches und –förderndes Umfeld herzustellen, in allen Bereichen des Lebens. Es ist für mich sehr spannend, zu verstehen und zu sehen, wie UNICEF ganz konkret arbeitet – daher heute ein kurzer Einblick in diese Arbeit, in die ich seit ein paar Wochen Einblicke erhalte.
latrinen.jpgBeim Thema Bildung hat UNICEF erst kürzlich einen großen Erfolg erzielt: Die Regierung hat das von UNICEF entwickelte Model der „kinderfreundlichen“ Schulen in ihre Richtlinien übernommen, an die sich zukünftig alle Schulen des Landes halten müssen. Dazu gehören kinderfreundliche Klassenräume, getrennte Toiletten für Mädchen und Jungen (siehe Photo: die neuen Latrinen der Kigeyo Schule), Förderprogramme für Kinder, die nach Jahren ohne Unterricht erneut eingeschult werden, kinderfreundliche, moderne Lehrmethoden, Clubs und Aktivitäten zur Wissensvermittlung und Auseinandersetzung mit HIV und Aids (siehe Photo: Mädchen und Jungen des Tuseme Clubs der Kigeyo Schule setzen sich mit Hilfe von Tanz mit bestimmten Themen und aktuellen Problemen auseinander), Starthilfe für einen Beruf, Schulgärten (siehe Photo: Neue Klassenräume der Murama Schule und eine Gemüsespirale – dort wird seit dem Beginn des neuen Schuljahres frisches Gemüse angebaut) und vieles mehr.murama-child-friendly-schoo.jpg

Ein Beispiel, von dem ich in den letzten Blogeinträgen schon konkreter berichtet habe: In Ruanda wurde die Schulpflicht jetzt von sechs auf neun Jahre erweitert – heißt gleichzeitig auch: 9 Jahre Schule ohne Schulgebühren (vorher mussten ab dem 7. Schuljahr Schulgebühren bezahlt werden). Die Regierung baut dafür viele neue Klassenräume und setzt dabei die UNICEF-Standards um. So übernimmt quasi die Regierung ein Programm, das UNICEF angestoßen hat, und überträgt es aufs ganze Land! Und so funktionieren hier viele Neuerungen: UNICEF versucht zusammen mit den Ministerien durch Modellprojekte, die Zusammenarbeit mit kommunalen Partnern und Organisationen sowie mit Zahlen und Statistiken zu zeigen, wo Kinder Not leiden und wie ihnen am besten geholfen werden kann. Und im besten Fall werden Modellprojekte dann auch auf weitere Regionen ausgeweitet und die Regierung übernimmt immer mehr selbst die Verantwortung - auch finanziell. Ein großer Schritt, der hier im Bereich Bildung schon gemacht wurde, finde ich, und der den Kinden direkt zugute kommt.

7. February 2010von Anne-Kristin Peter

Providence

Das ist Providence. Sie besucht die 6. Klasse an der von UNICEF unterstützten kinderfreundlichen Kigeyo Schule. Sie hat mich bei meinem Besuch an der Kigeyo Schule in dieser Woche sehr beeindruckt, denn sie ist nicht nur im Cultural Dance Club aktiv, sondern auch im Caritas-Club der Schule.