
Burkina Faso ist eines der ärmsten Länder der Welt - doch in einigen Regionen wird Gold zu Tage gefördert. Viele ungelernte Arbeiter ziehen mit ihren Familien in die Nähe der Minen, um dort ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Schon Fünfjährige helfen beim Transport der Steine und beim Goldwaschen mit. Viele verletzen sich oder werden krank - zur Schule geht kaum ein Kind.
UNICEF unterstützt mit deutschen Spenden ein Hilfsprogramm für Kinder in drei Provinzen. Die Mädchen und Jungen erhalten Unterricht oder können eine Berufsausbildung machen. UNICEF gibt zudem den Müttern Starthilfe, um sich eine kleine Existenz aufzubauen.

In Burkina Faso arbeiten zwischen 60.000 und 200.000 Kinder in Goldminen. Rund 70 Prozent von ihnen sind noch keine 15 Jahre alt. Genaue Angaben sind schwierig, weil die meisten Minen nicht offiziell registriert sind und oft sehr abgeschieden liegen. Die Mädchen und Jungen zerschlagen stundenlang in gebeugter Haltung schwere Steine. Andere stehen den ganzen Tag in kaltem, schlammigem Wasser und helfen ihren Eltern beim Goldwaschen. Viele Kinder verletzen sich mit dem primitiven Werkzeug - besonders, wenn sie bereits müde und erschöpft sind. Auch Atemwegserkrankungen durch Staub und giftige Dämpfe und Augeninfektionen sind häufig. Medizinische Behandlung ist entweder nicht verfügbar oder für die Familien kaum zu bezahlen. Die Jungen werden häufig auch für das Graben von Tunnels eingesetzt. In diesen improvisierten Stollen drohen ihnen Erdrutsche und damit lebensbedrohliche Unfälle.
Nach Erfahrungen von UNICEF kommen viele der Kinder aus Goldwäscherfamilien und arbeiten gemeinsam mit ihren Eltern in den Minen. Andere, oft Waisen, leben aber auch ganz allein in den Minenregionen. Erstmals bekannt wurde das Ausmaß der Kinderarbeit in Goldminen im Jahr 1998. Die internationale Arbeitsorganisation ILO befragte damals 500 Kinder und Jugendliche - und erhielt ein erschreckendes Bild: 85 Prozent der 500 Kinder sagten, dass sie nie zur Schule gegangen seien. Der Rest hatte die Schule vorzeitig verlassen. Zwei von drei erhielten für ihre Arbeit keinen Lohn. UNICEF begann damals, erste Pilotprojekte in Goldminen zu unterstützen. Seitdem konnten bereits über 400 Kinder aus der Minenarbeit befreit werden. Angesichts des erschreckenden Ausmaßes von Kinderarbeit in der Goldindustrie soll das Programm jetzt deutlich ausgebaut werden.
UNICEF unterstützt mit deutschen Spenden ein umfassendes Programm gegen Kinderarbeit - in acht Minen der Region Centre-Nord. Die Familien erhalten Unterstützung, um ihr Einkommen zu verbessern. So müssen die Kinder nicht mehr mitarbeiten und können stattdessen zur Schule gehen. Rund 200 Frauen und ältere Mädchen bekommen von UNICEF jeweils zwei Schafe, um eine kleine Tierzucht aufzubauen. UNICEF hilft aber auch, Frauen in der Herstellung von Seife oder kleinen Mahlzeiten zu schulen und sie mit den notwendigen Geräten auszustatten. Auch regelmäßige Besuche lokaler Gesundheitshelfer werden organisiert. Sie untersuchen die Kinder und behandeln sie. UNICEF stellt Medikamente bereit und sorgt dafür, dass jedes Kind eine Geburtsurkunde erhält - eine wichtige Voraussetzung für medizinische Versorgung und Schulbesuch.
UNICEF hilft in den Minenregionen bei der Einrichtung von Kinderkrippen und einfachen Schulen - häufig in Zelten. Für die Kleinkinder stellt UNICEF Spielzeug und Essgeschirr bereit und schult die Betreuerinnen, meist Frauen aus der Region. Für die Grundschulkinder stellt UNICEF Tische, Bänke sowie Schulmaterial bereit. Rund 250 Jugendliche können eine Ausbildung zur Schneiderin, zum Mechaniker oder Tischler machen. Nach ihrem Abschluss erhalten sie von UNICEF die Grundausstattung für ihr Handwerk.
UNICEF setzt sich landesweit für die Abschaffung von Kinderarbeit in der Goldindustrie ein. Mit Theaterstücken sowie Radio- und Fernsehspots klärt UNICEF über die Gefahren auf. UNICEF arbeitet dazu eng mit den Minenbesitzern, den Bergbaubehörden sowie mit der Polizei zusammen.
Helfen Sie mit, Kinder vor gefährlicher Ausbeutung zu schützen und sie in die Schule zu bringen. Danke!
Für Burkina Faso spendenUNICEF Deutschland
Konto 300 000
BLZ 370 205 00
Bank für Sozialwirtschaft Köln
