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UNICEF-Programmarbeit

Strategie und Arbeitsweise

Klare Ziele, effiziente Umsetzung - wirksam und nachhaltig

UNICEF hat das Ziel, die Lebensbedingungen der Kinder nachhaltig zu verbessern und die Kinderrechte für jedes Kind zu verwirklichen, in jedem Land der Erde. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, setzt UNICEF eine umfassende Strategie mit fünf Schwerpunkten um: Überleben und Entwicklung von Kindern, Grundbildung und Gleichstellung der Geschlechter, Kinder und HIV/AIDS, Kinderschutz sowie politische Lobbyarbeit für Kinderrechte.

Grundlage der UNICEF-Arbeit ist die Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes. Die Programme orientieren sich an den Millenniums-Entwicklungszielen und folgen einem menschenrechtsorientierten Entwicklungsansatz. Alle UNICEF-Programme in rund 150 Ländern sind Teil des mittelfristigen strategischen Plans von UNICEF für die Jahre 2006 bis 2013, dessen erfolgreiche Umsetzung kontinuierlich überwacht wird. Indikatoren für die Entscheidung, dass UNICEF in einem Land aktiv wird, sind die Sterblichkeitsrate bei Kindern unter fünf Jahren, das Bruttonationaleinkommen und die Gesamtbevölkerung unter 18 Jahren.
 

Systematischer Ansatz

In jedem Programmland ist es die Aufgabe von UNICEF, die Situation der Kinder systematisch zu verbessern. Dies leistet UNICEF mit konkreter Hilfe. UNICEF baut zum Beispiel Brunnen und bildet die Dorfbevölkerung in der Wartung aus, versorgt Gesundheitsstationen mit Medikamenten und Geräten wie Waagen oder sterilen Instrumenten und sorgt für die Ausbildung von Hebammen und Gesundheitshelfern.

Gleichzeitig setzt sich UNICEF in der Zusammenarbeit mit Regierungen dafür ein, strukturelle Verbesserungen für Kinder herbeizuführen – zum Beispiel durch Unterstützung bei Gesetzesentwürfen für den Kinderschutz oder Beratung, wie mehr staatliche Gelder für die Belange der Kinder eingeplant und wirkungsvoll eingesetzt werden können. So erreicht UNICEF mit seinen über 7.200 Mitarbeitern Millionen Kinder und erzielt eine große Breitenwirkung.
 

Analyse und Zielvereinbarung

Grafik: UNICEF, Regierungen und Partnerorganisationen gemeinsam für Kinder.
Gemeinsam mit lokalen Regierungs- organisationen unterstützt UNICEF in Entwicklungsländern konkrete Projekte für Kinder. Gleichzeitig hilft UNICEF den Regierungen, bessere Rahmenbedingungen für Kinder zu schaffen - zum Beispiel durch bessere Kinderschutzgesetze oder die Ausbildung von Lehrern.

Auf der Grundlage einer detaillierten Situationsanalyse entwickelt das UNICEF-Länderbüro gemeinsam mit der Regierung ein auf jeweils fünf Jahre angelegtes Länderprogramm, das vom 36-köpfigen UNICEF-Verwaltungsrat in New York genehmigt werden muss. Dieser Plan legt die Schwerpunkte fest – zum Beispiel medizinische Grundversorgung in benachteiligten Regionen.
 

Detaillierte Planung

UNICEF bemüht sich darum, die Situation der Bevölkerung so genau wie möglich zu erfassen und die Bedürfnisse der am stärksten benachteiligten Gruppen besonders zu berücksichtigen. Die Mitarbeiter arbeiten eng mit lokalen und regionalen Behörden, Nichtregierungsorganisationen, aber auch mit Dorfältesten und anderen Entscheidungsträgern, Jugend- oder Frauengruppen zusammen. UNICEF kann meist auf langjährige Kontakte zurückgreifen, auch die überwiegende Zahl der Mitarbeiter stammt aus dem jeweiligen Land. Häufig hilft die Dorfgemeinschaft durch Eigenleistung mit – zum Beispiel beim Brunnenbau.

Kontrollierte Umsetzung

UNICEF unterstützt lokale Partnerorganisationen dabei, Projekte umzusetzen - auf Basis konkreter schriftlicher Vereinbarungen. Jeder größere Auftrag wird unter Kosten- und Qualitätsgesichtspunkten ausgeschrieben. UNICEF hilft den Mitarbeitern von Partnerorganisationen aber auch, ihre Arbeit an den Menschenrechten, insbesondere den Kinderrechten, auszurichten. Von der Regierung fordert UNICEF finanzielles und personelles Engagement ein. UNICEF schult und berät Regierungsmitarbeiter, zahlt aber keine laufenden Kosten. So entstehen tragfähige soziale Strukturen, die die Situation der Kinder dauerhaft verbessern.

 

Transparenz und Wirkungskontrolle

Nachhaltigkeit sicherstellen

Fünf Fragen leiten die UNICEF-Evaluierung: 

  • Relevanz: Was trägt die Maßnahme zur Durchsetzung der nationalen und internationalen Ziele bei?
  • Effizienz: Nutzt das Programm die Ressourcen so ökonomisch wie möglich?
  • Effektivität: Erzielt die Initiative die geplanten Ergebnisse?
  • Wirkung: Was sind die beabsichtigten und unbeabsichtigten, positiven und negativen Ergebnisse der Intervention?
  • Nachhaltigkeit: Werden die Ergebnisse aufrechterhalten und weiter ausgebaut, sobald externe Unterstützung wegfällt?

Für Erfolg und Verlässlichkeit der UNICEF-Arbeit ist es entscheidend, dass die Mittel ausschließlich wie vorgesehen verwendet und die Umsetzung genau beobachtet wird. UNICEF Deutschland erhält für alle gezielt mit deutschen Spenden unterstützten Projekte jährlich ausführliche Berichte zu den finanzierten Aktivitäten, Erfolgen und Herausforderungen sowie den nächsten Schritten.

In Deutschland stellt UNICEF die korrekte Mittelverwendung durch strikte interne Kontrollen sowie mit Hilfe von Wirtschaftsprüfern und einer Innenrevision sicher. In den Länderbüros überwachen UNICEF-Mitarbeiter die Projektarbeit direkt vor Ort – auf Basis eines international verbindlichen Monitoringsystems.

 

Striktes Monitoring

UNICEF-Mitarbeiter besuchen die Projekte regelmäßig. Sie dokumentieren Fortschritte und greifen bei Unklarheiten ein. Die Projektgelder werden zentral von New York aus verwaltet. Das schützt vor lokalen Bankrisiken, Währungsverlusten und Korruption. Projektmittel werden nur Schritt für Schritt ausgezahlt – jeweils nur so viel, wie gerade benötigt wird. Bevor ein Partner weitere Mittel erhält, muss er Mittelverwendung und Projektfortschritte dokumentieren. Jede Auszahlung wird im UNICEF-Finanzsystem exakt dokumentiert und überwacht.

 

Interne und externe Audits

UNICEF unterliegt strikten Kontrollen für die Effizienz und Effektivität der Mittelverwendung, die Einhaltung interner Standards und Abläufe sowie die Erfolgskontrolle und das Risikomanagement. Interne UNICEF-Auditoren prüfen die UNICEF-Länderbüros regelmäßig. Zusätzlich untersuchen externe Auditoren die Büros. Die Ergbenisse der Prüfungen sind unter www.unicef.org/evaluation öffentlich zugänglich. Bei jeglichem Fehlverhalten von Mitarbeitern oder Partnern gilt für UNICEF das Prinzip „Null Toleranz“. Die UNICEF-Audit-Abteilung in New York prüft jeden einzelnen Verdachtsfall sorgfältig. Bei Verstößen wird der Vertrag gekündigt, der Vorfall strafrechtlich verfolgt. Internationale Mitarbeiter von UNICEF wechseln regelmäßig ihre Einsatzorte. So bleiben sie unabhängig.

 

Wirkungskontrolle

Jedes UNICEF-Büro muss die Wirkung aller Aktivitäten umfassend kontrollieren. Evaluierung ist fester Bestandteil der Programmplanung. In seinem Jahresbericht legt das Länderbüro dar, was getan und erreicht wurde. Zusätzlich stellt UNICEF jedes Länderprogramm innerhalb der Laufzeit mindestens einmal umfassend auf den Prüfstand, um gegebenenfalls neue Akzente zu setzen und nicht wirkungsvolle Maßnahmen zu stoppen. Zur Evaluierung nutzt UNICEF Haushaltsbefragungen, aber auch Diskussionen mit Betroffenen und Verantwortlichen.

Globale Entwicklungen dokumentiert UNICEF zum Beispiel mit dem Bericht „Zur Situation der Kinder in der Welt“ sowie Berichten zu den Millenniumszielen. Daten aus Studien und den so genannten Multiple Indicator Cluster Surveys (MICS) fließen in UNICEF-Datenbanken – zugänglich unter www.childinfo.org. UNICEF-Informationen sind Grundlage für weiterführende Untersuchungen und beeinflussen politische Entscheidungen - für eine kindgerechte Welt..

 

 

Allgemeine Informationen zur UNICEF-Arbeit

Helfen Sie mit, dass Kinder gesund und sicher aufwachsen und zur Schule gehen können. Danke!

 

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Richtlinien für Journalisten

Wer über Kinder und ihre Situation berichtet, in welcher Form auch immer, muss die Rechte der Kinder achten. UNICEF hat ethische Grundsätze für Journalisten erarbeitet, die helfen sollen, sensibel, alters- und kindgerecht über Kinder und Jugendliche zu berichten.

Principles for ethical reporting on children (Englisch)