Craig
F. Walker, Kamel-Jockeys in Kuwait :
Ein rauer Ritt durch die Kindheit
Halwan und Mohamed, zwei Jungs
aus dem Sudan, beim Training im Kuwait Camel Racing
Club. Beide sind professionelle Kamel-Jockeys.
Menschenrechtler verurteilen den Einsatz von Kindern
bei Kamelrennen, denn diese Kinder würden
in armen Ländern - wie dem Sudan, aber auch
in Indien, Pakistan, Bangladesh - „gekauft“
und müssten in Kuwait wie Sklaven arbeiten.
Eine Projektgruppe der US-amerikanischen Johns
Hopkins Universität hat Beweise für
einen regelrechten Schwarzmarkt vorgelegt, auf
dem Kinder für Kamelrennen gehandelt werden.
Berichte über diese Zustände scheinen
jedoch Wirkung zu zeigen: In Dubai ist es jetzt
gesetzlich vorgeschrieben, dass Kamel-Jockeys
mindestens 15 Jahre alt sein und mindestens 45
Kilo wiegen müssen. Saudi Arabien hat die
Altersgrenze auf 18 Jahre festgelegt. In Kuwait
gibt es ein solches Gesetz nicht. Der Club, in
dem der US-amerikanische Fotograf Craig F. Walker
seine Reportage realisiert hat, hat es zur Regel
gemacht, dass die Kinder zehn Jahre alt sein und
mindestens 20 Kilo wiegen müssen. Das gilt
jedoch nur für internationale Wettbewerbe.
Doch selbst bei diesen Rennen sehen die meisten
Kinder eher jünger aus, berichtet der Fotograf.
Foto: Craig
F. Walker, USA für The Denver Post
|