Tsunamiopfer in Banda Aceh/Indonesien
Ein neun Jahre alter Junge steht
auf den Ruinen des Hauses, in dem seine Familie gewohnt
hat, bevor es von der riesigen Tsunami-Welle zerstört
wurde. Die indonesische Provinz Bandah Aceh wurde
von allen Regionen am schlimmsten betroffen.
Die acht Monate alte Rina Hendiamin
aus Tuan in West Aceh wird im Zainal Abidin Krankenhaus
versorgt; es kann nach der Überflutung am 12.1.2005
wieder Patienten aufnehmen. Rina verlor ihre Mutter
und wird nun von ihrer Großmutter versorgt.
Allein in der indonesischen Provinz
starben mehr als 130.000 Menschen, 40.000 sind bis
heute verschollen. Verzweifelt suchten Familien ihre
Angehörigen – allzu oft ohne Erfolg. "Dicari"
bedeutet auf indonesisch "vermisst". Viele
Kinder blieben als Waisen zurück.
Der deutsche Fotograf Christoph
Bangert fuhr Mitte Januar 2005 nach Aceh, auf eigene
Faust, ohne eine Zeitschrift oder eine Agentur für
die Finanzierung oder Logistik im Rücken zu haben.