Operation Löwenherz

Am 10. Oktober 2003 geht der neun Jahre alte Saleh Khalaf in einer kleinen Stadt im Irak von der Schule nach Hause. Am Staßenrand hebt er einen Gegenstand auf, der aussieht wie ein Spielzeug. Sekunden später explodiert er in seiner Hand, reißt sie vom Arm ab, schlägt ein Loch in seine Bauchdecke und zerschlägt sein linkes Auge. Sein Bruder stirbt.

Saleh's Vater Raheem konnte die Ärzte der U.S. Air Force überzeugen, seinen Sohn zu operieren - der Beginn einer internationalen Hilfsmission für den Jungen, den man wegen seiner Tapferkeit Lion Heart (Löwenherz) taufte.

Saleh wurde auch im Kinderhospital von Oakland/USA behandelt. Nach vielen Monaten und zahlreichen Operationen stabilisierte sich sein Zustand, aber die Traurigkeit wich nicht. Täglich betete Saleh dafür, dass er bald seine Mutter Hadia und seine jüngeren Geschwister wiedersehen kann.

Der Junge und sein Vater bekamen eine Aufenthaltsgenehmigung für die USA. Im Dezember 2004 durften auch seine Mutter und die Geschwister einreisen.

Die amerikanische Fotografin Deanne Fitzmaurice, die für die Zeitung „San Francisco Chronicle“ arbeitet, verfolgte das Schicksal des kleine Saleh über viele Monate und wurde in diesem Jahr dafür mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet.

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