Der "stille Krieg" - sexueller Missbrauch von Kindern in Süd-Afrika

Nach den Beobachtungen der Fotografin Mariella Furrer steht Süd-Afrika vor einer weiteren Krise: Der sexuelle Missbrauch von Kindern nimmt alarmierend zu. Die betroffenen Kinder brauchen dringend Schutz und Zuflucht. In den ersten neun Monaten 2001 wurden 15.650 Fälle von Kindesmissbrauch registriert. Die Polizei schätzt diese Rate auf 20 % aller Fälle. Manche der Täter sind selbst minderjährig.

Mariella Furrer, in Beirut geborene Schweizer Staatsbürgerin, lebt seit ihrer Kindheit in Kenya und Südafrika. Seit 2002 konzentriert sie sich in erster Linie auf die Dokumentation dieser schrecklichen Entwicklung. "Es ist meine große Hoffnung, dass meine Fotodokumente eine Zeugenkraft haben werden, vor allem für die Kinder, die die Vergewaltigungen überlebt haben", sagt die Fotografin. Ihre einfühlsamen Bilder und Interviews schützen die Anonymität der Opfer und zeigen trotz allem das Problem in seiner Dringlichkeit. Eindeutigere Dokumente liegen unveröffentlicht in ihren Schubladen.

 
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