Entsetzen und Angst

Hadia hat mit ihrem Ehemann drei Kinder. Doch aus der Familie überleben nur sie und ihr kleiner Sohn Parvin das schwere Erdbeben im Oktober 2005, jene größte Naturkatastrophe im Kaschmir. Mehr als 80.000 Menschen kommen um, mehr als drei Millionen werden obdachlos. Parvin erhält medizinische Nothilfe im Krankenhaus Muzaffarabat. Die Mutter steht tagelang unter Schock. Beide werden mit einem Helikopter in ein Nothospital geflogen, dass in einer Schule eingerichtet wurde. Dies sind die ersten Aufnahmen der Erdbebenopfer, die der griechische Fotograf Pilos machte, nachdem er am vierten Tag der Katastrophe in das Krisengebiet flog. Das unermessliche menschliche Leid, das dieses Erdbeben ausgelöst habe, sei eine der schockierendsten Erfahrungen seiner fotografischen Laufbahn gewesen, sagt der Fotograf. Auch Wochen danach habe er immer noch den Verwesungsgeruch toter Menschen wahrgenommen.

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