20 Jahre nach Tschernobyl

Am 18. April 2006 geht die achtjährige Vika Chervinska mit ihrer Mutter ins Kinderkrankenhaus von Kiew.
Am 26. April 1986 - lange vor ihrer Geburt - kam es in Tschernobyl zum weltweit bislang schwersten Reaktorunglück.
Vika hat Krebs und wird hier behandelt. Sie ist kein Einzelfall. Viele Kinder leiden in der Ukraine unter Krebserkrankungen. Der 26jährige Fotograf Oded Balilty aus Israel dokumentierte den Leidensweg der kleinen Kranken.

Für die Hauptursache strahlenbedingter Krankheiten halten Forscher Schäden der Erbsubstanz, der DNS. Zwar besitzt die Zelle eine ganze Palette von Reparatursystemen, die solche Defekte richten können. Doch manchmal sind dies Systeme überfordert. Die Frage, ob in diesen Fällen die radioaktive Strahlung das Erbgut ihrer Mütter beschädigt hat, ist noch ungeklärt. Die Erkenntnisse der Forscher über gesundheitliche Langzeitfolgen sind widersprüchlich: Während die einen Millionen von Opfern befürchten, geben andere weitgehend Entwarnung. Tschernobyl – eine schwierige Spurensuche.


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