Alltag im Gazastreifen

Überfälle, Tod und Zerstörung gehören seit Jahren zum Alltag im palästinensischen Gazastreifen. Am 10. April 2006 zerstörten Bomben ein Wohnhaus in der Stadt Beit Lahiya im Norden des Gebietes. Ein achtjähriges Kind wurde bei dem Angriff getötet und dreizehn Kinder im Alter von einem bis siebzehn Jahren wurden schwer verletzt.

UNICEF unterstützt in den palästinensischen Gebieten Schulen, Jugendzentren, und Kindergärten, um Kinder und Jugendliche von der Straße zu holen. Ziel ist es, Räume zu schaffen für Spiel und Erholung vom gewalttätigen Alltag, für Friedenserziehung und für Bildung, die der jungen Generation eine bessere Perspektive auf friedliche Konfliktlösungen eröffnet. Angesichts der dramatischen Entwicklung im Jahre 2007 schickte UNICEF zudem Medikamente und Impfstoffe gegen Masern, Mumps, Röteln und Tuberkulose in den Gazastreifen, um dem Ausbruch von gefährlichen Krankheiten unter Kindern vorzubeugen. Außerdem setzte UNICEF sich dafür ein, die Trinkwasserversorgung für die von der Außenwelt nahezu abgeschnittene Bevölkerung in Gang zu halten. Zwei Drittel aller Familien leben unterhalb der Armutsgrenze. In den palästinensischen Gebieten sind zehn Prozent aller Kinder in ihrem Wachstum zurückgeblieben, weil sie an chronischer Mangelernährung leiden.

Der Fotograf Hatem Moussa ist im Gazastreifen aufgewachsen. Seit 1998 arbeitet er dort. Seine Fotos zeigen, wie sich der andauende Konflikt auf die Zivilbevölkerung auswirkt.

Fotos: Hatem Moussa, Palästina, Associated Press (AP)

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