Sumoboys

Hideo ist vierzehn und möchte gern einer der Bodyguards des Kaisers von Japan werden. Dafür braucht er Kampfsporterfahrung. Seine Mutter versorgt ihn und achtet darauf, dass der Junge viermal am Tag Gemüse isst, ein bis zwei Kilo Fleisch, fünf Eier und vier große Schüsseln Reis. Nachdem sein Bett unter ihm zusammengebrochen ist, schläft er auf dem Boden.

„Das Beste am Sumotraining ist, dass ich andere auf den Boden werfen kann“, sagt Kenta, 11 Jahre alt. „Nun bin ich dick und kräftig – vorher war ich nur dick.“

Viele japanische Eltern sehen Sumotraining als eine Schule fürs Leben – wie Ballett. Sumo ist nicht nur ein Spiel, sondern ein Lebensstil, der von der Bevölkerung sehr respektiert wird. Es geht auch um viel Geld. Ca. 12 Millionen Zuschauer zahlen jährlich für eine Eintrittskarte und tragen zur Berühmtheit der kleinen Kämpfer bei. Tausende schmerzvoller Stunden des Trainings werden auf diese Weise belohnt. Aber eine Lebenskarriere als Sumoringer ist auch mit einer geringeren Lebenserwartung verbunden. Ein Sumo lebt im Durchschnitt zehn Jahre weniger als ein Durchschnittsjapaner.

Fotos: Steven Achiam, Dänemark , Student, Danish School of Journalism

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