Armes, dickes Amerika

29 Millionen Amerikaner leben in Armut. Das Geld, was ihnen fehlt, um Essen zu kaufen, wird durch staatliche Lebensmittelmarken kompensiert. Da in diesen Lebenswelten das Wissen über gesunde Ernährung fehlt und besonders Kinder mehr als 10 000 Werbespots pro Jahr für meist kalorienreiche Nahrungsmittel sehen, verfallen gerade sie den Verlockungen von “Iss mich!” – “Iss mehr!” – “Iss bequemer!”. Gegen künstliche Duft- und Geschmacksverstärker verlieren Obst und Gemüse. Die Bewohner der “dickmachende Umwelt” zahlen einen hohen Preis: mit erhöhtem Blutdruck, Diabetes und erhöhtem Krebsrisiko.
Seit Jahren beobachtet die Amerikanerin Brenda Keneally in ihrer Nachbarschaft in New York das Phänomen der unglaublichen Fettleibigkeit bei Jugendlichen. Manchmal, wenn sie Brendas Fotos von sich sehen, erschrecken sie zutiefst über ihr Abbild.

Nach einer UNICEF-Studie ist in den USA bereits jeder vierte Schüler zwischen 13 und 15 Jahren zu dick. Übergewicht kommt demnach unter amerikanischen Jugendlichen häufiger vor als in allen anderen Industrieländern.

Fotografin: Brenda Ann Keneally, Freie Fotografin, USA

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