Gesundheit - für jedes Kind
Überleben sichern
Die meisten Kinder in den Entwicklungsländern sterben an Krankheiten, die vermeidbar oder gut zu behandeln sind. Ein Drittel aller Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren geht auf Komplikationen während der Geburt, Infektionen und andere Krankheiten im ersten Lebensmonat zurück. Betroffen sind vor allem arme Familien, in denen die Kinder unter unhygienischen Bedingungen zur Welt kommen. Bei weiteren 19 Prozent sind Atemwegsinfektionen, meist Lungenentzündung entscheidend. Aber auch Infektionskrankheiten wie Masern sind besonders für geschwächte Kinder lebensbedrohlich.
Jedes Jahr sterben weltweit rund 800.000 Kinder unter fünf Jahren an Malaria. Die Fieberkrankheit trifft vor allem Familien, die in beengten und unhygienischen Verhältnissen und in der Nähe stehender Gewässer leben. Ohne sofortige Behandlung kann ein Kind mit akuter Malaria innerhalb von 24 Stunden sterben.
Was tut UNICEF?
Vor- und nachgeburtliche Versorgung verbessern
UNICEF versorgt werdende Mütter mit Eisen, Folsäure und Vitamin-A, um die Abwehrkräfte zu stärken und einem zu niedrigen Geburtsgewicht des Kindes vorzubeugen. Hebammen und Gesundheitsstationen erhalten medizinischen Bedarf für die Geburtshilfe. UNICEF klärt zudem darüber auf, dass Muttermilch für Neugeborene die beste Nahrung ist und fördert weltweit das Stillen.
Für Impfschutz sorgen
UNICEF hilft bei der Organisation groß angelegter Impfkampagnen - mit Impfstoffen, Kühlboxen für den Transport und durch die Schulung der Helfer. Sie erreichen innerhalb weniger Tage Millionen Kinder, auch in abgelegenen Dörfern. Tausende Freiwillige helfen mit. UNICEF schätzt, dass Impfen weltweit jährlich rund 2,5 Millionen Kinderleben rettet.
Kinder vor Malaria schützen
UNICEF stellt jedes Jahr Millionen imprägnierter Moskitonetze für schwangere Frauen und Kinder bereit. Denn die Malaria wird durch den Stich der Anopheles-Mücke übertragen. UNICEF stellt aber auch Malariamedikamente bereit und klärt in den Dörfern über die Symptome und Gefahren der Fieberkrankheit auf.
Gesundheitsversorgung in den Dörfern verbessern
UNICEF bildet freiwillige Dorfhelfer aus, die eng mit den lokalen Gesundheitsstationen zusammenarbeiten. Sie klären die Familien über richtige Ernährung, Hygiene und das Erkennen von Krankheiten auf. UNICEF stattet die Gesundheitsstationen zudem mit Untersuchungsgeräten sowie einfachen Medikamenten für Kinder aus. Die Kombination all dieser Maßnahmen macht es möglich, dass sich die Gesundheitsstruktur systematisch und nachhaltig verbessert.
Auch in Nothilfesituationen stellt UNICEF schnell Medikamente, Verbandszeug und medizinische Geräte für Tausende von Menschen bereit. Impfaktionen helfen, den Ausbruch ansteckender Krankheiten zu verhindern.
Umfassendes Informationsmaterial zum Thema Gesundheit finden Sie in der Mediathek.
UNICEF-Fortschrittsberichte „Immunization“ und „Child Survival“
Die weltweiten UNICEF-Fortschrittsberichte „Immunization“ von 2005 und „Child Survival“ von 2004 (beide engl.) enthalten umfassendes Zahlenmaterial zum Thema.
Immunization als PDF
Child Survival als PDF