
UNICEF-Kinderschutzexpertin Cecile Modvar sucht nach Kindern, die unbegleitet oder traumatisiert sind. Foto: UNICEF

In der zerstörten Stadt Carrefour bauen Helfer einen Wassertank auf. UNICEF versorgt täglich 180.000 Menschen mit sauberem Trinkwasser. Foto: UNICEF

Dieses Waisenhaus im Stadtteil Tabarre hat von UNICEF Trinkwasser erhalten. Das Gebäude ist zerstört, die Kinder leben notdürftig in zwei Räumen. Foto: UNICEF

In einer Zeltklinik spricht UNICEF-Mitarbeiterin Nadine Perrault (Mitte) über die Versorgung eines unbegleiteten, schwer verletzten Kindes. Foto: UNICEF

UNICEF kümmert sich in der Zeltklinik um unbegleitete Kinder wie die neunjährige Sandie. Sie hat ein Malbuch erhalten, das sie etwas ablenkt. Foto: UNICEF

Auch dieses verletzte Mädchen kam ganz allein in die Zeltklinik, die von UNICEF unterstützt wird. Foto: UNICEF

Auf dem Gelände des Präsidentenpalastes überwacht UNICEF-Mitarbeiter Julien Cisse die Verteilung von Trinkwasser.

Auf dem Kopf trägt eine Frau einen Eimer Trinkwasser zu ihrem notdürftigen Lagerplatz. Foto: UNICEF

Eine Mutter wartet mit ihrem Baby auf die Verteilung von Lebensmitteln. Foto: UNICEF

Eine Betreuerin kümmert sich in einem Ernährungszentrum in Port-au-Prince um ein Kleinkind. UNICEF sorgt für Zusatznahrung und bringt nahrhafte Erdnusspaste nach Haiti. Foto: UNICEF

Helfer bringen eine hoch schwangere Frau per Moped in eine Klinik. Sie hat bereits Wehen und braucht dringend Unterstützung. Foto: UNICEF

Vor der Hauptkathedrale von Port-au-Prince spielt ein Mädchen neben seiner Mutter. Die Familie hat hier einen notdürftigen Schlafplatz gefunden. Foto: UNICEF

In einem Krankenzelt nahe des Flughafens versorgt eine Krankenschwester ein verletztes Mädchen. Foto: UNICEF

UNICEF verlädt Wasserreinigungstabletten, Kanister und Medikamente für die Kinder in Haiti. Foto: UNICEF

Das Bild des Mädchens Landa aus Haiti wurde 2008 "UNICEF-Foto des Jahres". Fotografin Alice Smeets fand jetzt in Port-au-Prince heraus, dass Landa überlebt hat. Foto: Alice Smeets
28. Januar 2010
Trotz massiver internationaler Hilfe ist die Not der Kinder in Haiti nach Einschätzung von UNICEF weiter überwältigend. Erste Fälle von lebensgefährlichen Infektions-
krankheiten wie Tetanus und Masern so-
wie Durchfallerkrankungen werden aus Leogane berichtet. Um eine Masernepi-
demie zu verhindern, sollen ab 2. Februar mit Unterstützung von UNICEF 600.000 Kinder unter fünf Jahren geimpft werden.
Die Kinder erhalten auch Vitamin-A-
Tabletten zur Stärkung der Widerstands-
kraft.
Gemeinsam mit Partnern registriert UNICEF eine täglich wachsende Zahl unbegleiteter Kinder, bei denen nicht geklärt ist, wo sich Eltern oder Ange-
hörige befinden. Darunter sind neugeborene Kinder, verletzte Kinder und Straßenkinder, die schon vor der Katastrophe kein richtiges zu Hause hatten. UNICEF hat bisher drei Schutzzentren in Port-au-Prince für bis zu 900 unbegleitete Kinder eingerichtet. Von dort aus wird auch die Suche nach Angehörigen organisiert. Im Erdbebengebiet sind vermutlich Tausende Kinder auf der Suche nach Angehörigen. Es wird noch Wochen dauern, bis das ganze Ausmaß dieses Problems erfasst ist.
Die Versorgung mit Wasser macht zwar Fortschritte - doch in den überfüllten und unhygienischen Notunterkünften wächst die Krankheitsgefahr. Es drohen lebensgefährliche Durchfallerkrankungen. Unter der Federführung von UNICEF erhalten derzeit täglich 300.000 Menschen Trinkwasser mit Tankwagen. In den Orten Leogane, Petit Goave und Grand Goave wurden Latrinen für 20.000 Menschen angelegt.
Insbesondere Kleinkinder sind von Unterernährung bedroht. Unterernährung verstärkt das Krankheitsrisiko und schädigt ihre gesamte Entwicklung. Zusammen mit dem Welternährungs-
programm hat UNICEF 22.000 Rationen Zusatznahrung in Lagern um Jacmel verteilt. In den kommenden Wochen muss die sichere Ernährung für rund 300.000 Kleinkinder unter zwei Jahren garantiert werden.
Krisenhelfer berichten zunehmend davon, dass viele Menschen durch die Katastrophe traumatisiert sind, darunter auch viele Kinder. UNICEF und seine Partner richten deshalb sichere Zonen in Lagern ein, wo Kinder ein Stück Normalität finden können. UNICEF setzt sich auch dafür ein, dass in den nicht unmittelbar betroffenen Gebieten die Schulen so rasch wie möglich wieder geöffnet werden.
Für Rückfragen und Interviewwünsche wenden Sie sich bitte an die UNICEF-Pressestelle, Rudi Tarneden, Tel. 0221/93650-235 oder -315.
UNICEF benötigt allein für die Hilfe für die Kinder in Haiti in den kommenden sechs Monaten rund 120 Millionen Dollar.
Konto: 300.000
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 370 205 00
Stichwort: Haiti
Tausende haben die UNICEF-Nothilfe für Kinder in Haiti schon unterstützt - vielen Dank! Jeder Beitrag hilft, Kinderleben zu retten:
Stand: 29. Januar 2010
Auch in Deutschland engagieren sich zahllose ehrenamtliche Helfer, Medien, Stiftungen, Unternehmen und Gemeinden für die UNICEF-Hilfe:
Die „SoulKeepers“ aus Bremerhaven, Gewinner des Sonderpreises Chor beim UNICEF-Juniorbotschafterwettbewerb 2009, laden ein zu einem Konzert unter dem Motto "Seed to sow - Hoffnung für Haiti" am 31.01.2010 um 17.00 in der Großen Kirche. In Eigeninitiative hat der Chor Schautafeln zu Haiti erstellt, um nicht nur zu singen, sondern auch zu informieren.
Der internationale UNICEF-Partner ruft weltweit seine Mitarbeiter und Vertriebspartner zu Spenden für Haiti-Hilfsmaßnahmen auf, die das Unternehmen aufstockt. Allein in Deutschland wurden bisher so über 60.000 EURO für die UNICEF Haiti-Hilfe erzielt.
Der Kinderkanal zeigt am Mittwoch, 27.01., eine Sondersendung "Spenden für Haiti". Hintergrund sind u.a. auch die vielen Aktionen, die jetzt von Kindern und Jugendlichen für die Erdbebenopfer gemacht werden.
UNICEF bittet insbesondere die Sportvereine und Schulen, die Nothilfe für Haiti mit Aktionen zu unterstützen. „Laufen für UNICEF“ hat bereits Tradition: Durch die Sponsorenläufe sind seit dem Start der Aktion im Jahr 2004 über 6 Millionen Euro für Bildungsprogramme in Afrika zusammengekommen.
UNICEF ruft zusammen mit dem Deutschen Chorverband 32 Landesverbände und rund 350 Kreischorverbände auf, Benefizkonzerte zugunsten der UNICEF-Nothilfe zu veranstalten.
http://www.unicef.de/ganzchor.htm
Im Rahmen der Aktion "Hope for Haiti Now" rufen Musiker, Schauspieler und andere Prominente zu Spenden auf. Moderiert wird die Sendung aus Los Angeles von Schauspieler George Clooney. Auftreten werden z.B. Alicia Keys, Justin Timberlake, Christina Aguilera, Stevie Wonder, Kid Rock und Sheryl Crow. MTV und VIVA präsentieren die Spendengala zur Unterstützung der Erdbebenopfer am 22. Januar 2010 um 2.00 Uhr live. Aus New York sind Wyclef Jean, Bruce Springsteen, Shakira und Sting zugeschaltet, aus London Bono, Rihanna und Coldplay. An der Spendenhotline sitzen ebenfalls zahlreiche Prominente. Die Erlöse der Songs fließen vollständig an die Benefizorganistionen von "Hope for Haiti Now", u.a. zugunsten von UNICEF.
Die Medienpartner „Aachener Zeitung“ und „tz München“ rufen ihre Leserinnen und Leser zu Spenden auf und berichten kontinuierlich.
Die Stadt Görlitz hat ihre Bürgerinnen und Bürger zu Spenden für die UNICEF-Nothilfe aufgerufen. Unterstützt wird die Aktion auch von Theatern und Unternehmen sowie der Sächsischen Zeitung.
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers und Integrationsminister Armin Laschet haben am 20.01. eine Hilfsaktion unter dem Motto „Nordrhein-Westfalen hilft Haiti“ gestartet. UNICEF ist eine von zehn nordrhein-westfälischen Organisationen, die durch die Spenden unterstützt werden. Koordiniert wird die Aktion von der Stiftung Umwelt und Entwicklung. Das gemeinsame Spendenkonto lautet 12344 bei der Sparkasse KölnBonn, BLZ 37050198. Das Land hat bereits 300.000 Euro Soforthilfe zugesagt.
Die UNICEF-Kinderstadt Karlsruhe wird aus aktuellem Anlass zusätzlich zu der geplanten Unterstützung der UNICEF-Programme „Schulen für Afrika“ und „Das Überlebenspaket“ die Nothilfe in Haiti unterstützen und plant zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen. Die PSD-Bank überreichte bereits einen Scheck in Höhe von 10.000 Euro.
www.unicef-kinderstadt2010.de
Der Pharmakonzern ruft seine Mitarbeiter zu Spenden für die UNICEF Haiti-Hilfe auf. Das Unternehmen wird diese Spenden aufstocken.
Der internationale UNICEF-Partner ING DiBa hat seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Spenden für UNICEF aufgerufen. Der Finanzdienstleister will die Spendensumme verdoppeln.
Über die Online-Plattformen Payback Spendenwelt und betterplace.org sind bereits mehr als 75.000 Euro an Spenden eingegangen.
Aus aktuellem Anlass spendet Pampers Deutschland 50.000 Euro für die UNICEF- Hilfsmaßnahmen in Haiti.
Unter dem Motto „Internet for Good“ ruft der Internetunterstützerkreis spendino (VZnet, wer-kennt-wen.de, edarling, MySpace, Mister Spex, Hitmeister, Channel 21 und VOBIS) zu Spenden für verschiede Organisationen auf, u.a. für UNICEF. Die Hilfe kann via SMS oder online an die Partnerorganisationen gesendet werden.
Die Stiftung United Internet ruft die Nutzer der Online-Dienstleister 1&1, GMX und Web.de zu Spenden für die UNICEF-Nothilfe in Haiti auf. Die Spenden werden ohne Abzug von Kosten direkt an UNICEF überführt. Über die Portale wird auch die SMS-Aktion über die Telefonnummer 81190 unterstützt, Stichwort ist hier UI-Haiti.
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