Während ihres Aufenthalts in Japan besuchte ein Ensemble der Berliner Philharmoniker auch eine Schule in Sendai und spielte dort ein Konzert für die Menschen vor Ort. Die Stadt an der Ostküste Japans wurde vom Erdbeben schwer beschädigt. Nach der Katastrophe beherbergte die Schule rund 2500 Flüchtlinge. Die Musiker sprachen vor Ort mit Familien aus dem Katastrophengebiet und informierten sich über die aktuelle Situation der Kinder im Land und die UNICEF-Hilfe.
„Tausende Bürger in Deutschland haben die Kinder in Japan mit ihrer großzügigen Spende unterstützt – dafür ein herzliches Dankeschön!“, sagte die stellvertretende Vorstandsvorsitzende von UNICEF Deutschland, Maria von Welser, in Japan. „Auch die Kinder in Deutschland haben ein wichtiges Zeichen der Solidarität gesetzt. Das Buch der Solidarität soll den japanischen Mädchen und Jungen wieder Hoffnung geben. Viele von ihnen haben Schreckliches erlebt.“
In den Monaten nach der Katastrophe in Japan hat UNICEF sauberes Trinkwasser, Kleidung und Hygieneartikel im Krisengebiet verteilt. Schulen wurden mit Computern, Stühlen, Tischen und transportierfähigen Toiletten ausgestattet. So konnte in vielen Regionen der Unterricht schnellstmöglich fortgesetzt werden. Bis heute unterstützt UNICEF lokale Behörden bei der Gesundheitsversorgung von Müttern und Kindern sowie die psychologische Betreuung von Kindern und Jugendlichen. Die Nothilfe-Situation war außergewöhnlich: Das japanische UNICEF-Komitee musste im eigenen Land Hilfe leisten, ohne dabei die Kinder in den ärmsten Ländern der Welt zu vergessen.