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UNICEF in Japan

Hilfe für Kinder in der Erdbebenregion

25. März 2011

Nach dem verheerenden Erdbeben und dem nachfolgenden Tsunami vom 11. März brauchen Tausende Kinder in Japan Unterkünfte, Hilfslieferungen sowie medizinische und psychologische Betreuung. Fast 10.000 Menschen sind bei der Katastrophe vor zwei Wochen gestorben, 15.000 werden immer noch vermisst. Mehr als 260.000 Menschen wurden aus ihren Häusern evakuiert, darunter schätzungsweise 49.000 Kinder.

UNICEF Japan hat sein Netzwerk aus Unternehmen, Schulen, religiösen Gruppen und Freiwilligen mobilisiert, um den betroffenen Kindern und ihren Familien zu helfen. UNICEF hat von japanischen Partnern großzügige Sachspenden wie Wasserflaschen, Kleidung, Windeln und Spielzeug erhalten, die zum Teil schon verteilt worden sind. Zusammen mit den lokalen Behörden hat UNICEF die Lage der Kinder analysiert, um gezielte Unterstützung leisten zu können.

„Unsere Partner haben unglaublichen Einsatz in dieser schwierigen Zeit für Japan gezeigt“, sagte Ken Hayami, Geschäftsführer von UNICEF Japan. „Wir können ihnen gar nicht genug danken.“

Die Situation in Japan bleibt unübersichtlich, weil viele Menschen von einer Notunterkunft in die nächste wechseln. Kinder müssen schlimme Erlebnisse verarbeiten und damit zurechtkommen, von Familienmitgliedern und Freunden getrennt zu sein.

„Ich bin sehr traurig und deprimiert, wenn ich in der Notunterkunft immer und immer wieder die Berichte über die Folgen des Erdbebens im Fernsehen sehe“, sagt ein junges Mädchen, das sonst die fünfte Klasse besucht. „Ich würde so gern mit meinen Freunden spielen.“

Viele Menschen müssen tragische Verluste verkraften. „Ich habe meinen Mann verloren und weiß im Moment gar nicht, was ich machen soll“, sagt eine Frau, die mit ihrem Baby und einem dreijährigen Kind in einer Notunterkunft lebt. Dazu kommt die Schwierigkeit, auf engem Raum zu leben, erzählt die Frau. „Hier gibt es keine Privatsphäre, das macht es wirklich schwer, mein Baby zu stillen.“

UNICEF Japan organisiert Hilfe in den Bereichen Gesundheit für Kinder und Mütter, Bildung und psychosoziale Betreuung. Material wie die „Schule in der Kiste“ mit Lernmaterial oder die „Kindergarten-Kiste“ mit Spiel- und Malsachen für jüngere Kinder sind aus dem UNICEF-Warenlager in Kopenhagen eingetroffen. UNICEF Kinderschutz-Experten, die bisher in Entwicklungsländern eingesetzt waren, kommen zur Unterstützung nach Japan.

„Ich bin sehr dankbar, dass alle – unsere Partner, die japanische Bevölkerung und unsere Freunde auf der ganzen Welt – unsere Arbeit auf verschiedene Weise unterstützen“, sagte Ken Hayami. UNICEF Japan wird auch von jungen Freiwilligen unterstützt, die aus anderen Regionen Japans in die betroffenen Gebiete gekommen sind, um zu helfen.

Im April geht in Japan die Schule wieder los. UNICEF setzt sich dafür ein, dass die Kinder in den Erdbebengebieten dann wieder zum Unterricht gehen können und dass sie psychosoziale Hilfe bekommen, um die schweren traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten.

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