An der Ostküste Sri Lankas starben durch die Flut mindestens 30.000 Menschen. Die meisten Opfer forderte die Flutwelle in dicht besiedelten armen Fischerdörfern am Golf von Bengalen. Viele Menschen haben ihre Häuser und sämtliche Habe verloren. 150.000 Menschen drängen sich noch immer in den Notunterkünften. Viele Gesundheitsstationen und rund 170 Schulen sind zerstört oder stark beschädigt.
UNICEF hat bereits an 66.000 Familien Notutensilien wie Wasserkanister, Schlafmatten, Sturmlampen, Moskitonetze und Seife erhalten. Auch Bettlaken, Kochsets und Plastikplanen wurden bereitgestellt. Hilfsflüge brachten 65 Tonnen Medikamente sowie Orales Rehydratationssalz zur Behandlung von Durchfall und Infusionslösungen nach Sri Lanka. UNICEF hat für die Flutopfer zudem 75 Wassertanks à 3.000 Liter, 30 Wasserpumpen, 50 Tonnen Chlor zur Wasseraufbereitung, fast zwei Millionen Wasserreinigungstabletten sowie Material für 3.000 einfache Latrinen bereitgestellt. 26 UNICEF-Tankwagen versorgen Flüchtlinge mit sauberem Trinkwasser. 800 Brunnen wurden bereits gereinigt und wieder funktionsfähig gemacht. Langfristig wird UNICEF auch helfen, rund 20 beschädigte Gesundheitsstationen und Krankenhäuser wieder herzurichten.
UNICEF hat in Sri Lanka 3.300 „Schulen in der Kiste“ für fast 270.000 Kinder bereitgestellt. Der Unterricht in provisorischen Zeltschulen in Zelten hat bereits wieder begonnen - beispielsweise in der Stadt Trincomalee. UNICEF stellte auch 400.000 Meter Stoff zur Anfertigung von Schuluniformen für über 100.000 Kinder bereit. Landesweit wird UNICEF auch den Wiederaufbau der Schulen unterstützen. 14.200 Tische, 45.000 Stühle sowie Tafeln werden bereitgestellt. UNICEF arbeitet dazu mit einheimischen Tischlern zusammen. In den Flüchtlingslagern richtet UNICEF Spielzonen für die Kinder ein und stellt 1.300 Kisten mit einfachem Spielzeug, Bällen und Springseilen bereit. Frauen und Jugendliche helfen bei der Betreuung mit. UNICEF unterstützt die Registrierung unbegleiteter Kinder und hilft bei der Suche nach Angehörigen. UNICEF setzt sich zudem dafür ein, Kinder in Notlagern vor Gewalt und sexuellem Missbrauch zu schützen - durch Aufklärungsarbeit und enge Zusammenarbeit mit der Polizei. UNICEF schult zudem 150 Lehrer und Sozialarbeiter in der Betreuung traumatisierter Kinder. In Sri Lanka haben rund 1.000 Kinder beide Eltern verloren, weitere 3.500 Kinder entweder Vater oder Mutter.
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