Die UNICEF-Studie zeigt zudem, dass sich hinsichtlich der Gesundheitsversorgung, der Bildung und der Wohnsituation von Kindern seit Ende der 90er Jahre noch weniger verbessert hat als beim Einkommen der Familien. Obwohl sehr viel weniger Kinder geboren werden, sinkt die Zahl der Kinder, die in Heimen untergebracht werden, nicht. Auch bei der Gesundheitsversorgung gibt es statt Fortschritt vielfach Stagnation. In Russland zum Beispiel ist in Regionen, in denen Einkommensarmut vorherrscht, auch die Kindersterblichkeit erhöht.
In allen untersuchten Ländern wachsen Kinder in ländlichen Gebieten häufiger in Armut auf als in den Städten. Auf dem Land leben Kinder deutlicher seltener in Wohnungen mit fließendem Wasser. Sie haben schlechteren Zugang zu weiterführenden Schulen und medizinischen Einrichtungen.
UNICEF fordert die Regierungen in der Region auf, dem Kampf gegen Kinderarmut oberste Priorität einzuräumen. Die Regierungen müssen mehr investieren in Gesundheitsversorgung, Schulen und eine bessere soziale Infrastruktur, damit Familien mit Kindern nicht in extreme Armut abrutschen.
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