
10.12.06 - Die D-Mark ist noch immer ein Schwergewicht: Den Bremern gelang es am Samstag Abend, mit ihren alten D-Mark-Münzen den 110 Kilo schweren Entertainer Karl Dall aufzuwiegen. Im Rahmen der Stadtwette von „Wetten, dass..?“ waren alle Bürger aufgerufen, in Schubladen, Schränken und alten Sparschweinen nach „Schlafmünzen“ zu suchen – und sie wurden fündig. Über 450 Kilo D-Mark-Münzen kamen zusammen. Der genaue Betrag wird noch ausgezählt. Thomas Gottschalk, der damit die Stadtwette verloren hat, muss nun sein Versprechen einlösen und bei seiner nächsten Sendung, die am 20. Januar in Friedrichshafen stattfindet, ein Bad im eiskalten Bodensee nehmen. „Ich werde mir ein Loch hacken und bei 7 Grad schwimmen gehen“, sagte der Entertainer und fügte hinzu: „Aber wir haben eine Spende für UNICEF, da kann das ja kein Fehler sein.“ Die alten D-Mark-Münzen und -Scheine helfen, Kinder in Afrika in die Schule zu bringen. Denn der Erlös aus der Stadtwette fließt in die Aktion „Deine Mark macht Schule“ zugunsten von UNICEF und dem Christlichen Jugenddorfwerk Deutschland (CJD).
Der große Berg Münzen reichte leicht aus, um Karl Dall auf der riesigen Waage nach oben zu befördern. „Die Bremer Bürger haben toll reagiert. Die alten Münzen helfen UNICEF, viele neue Schulen in Afrika zu bauen und Lehrer auszubilden“, sagte Dietrich Garlichs, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland.
Die bundesweite Kampagne „Deine Mark macht Schule“ zugunsten von UNICEF und CJD startete Ende Oktober. Das Ziel: möglichst viel der über 14 Milliarden D-Mark zu sammeln, die nach Angaben der Bundesbank noch im Umlauf sind. Bundesministerin Annette Schavan hat die Schirmherrschaft übernommen und ruft gemeinsam mit Prominenten wie David Beckham und Oliver Bierhoff alle Bürger dazu auf, D-Mark-Münzen und -Scheine zu spenden, um damit Bildungsprojekte zu finanzieren. Das Geld kann noch bis 31. Januar 2007 bei den über 14.000 Filialen der teilnehmenden Volksbanken und Raiffeisenbanken abgegeben werden.
UNICEF wird mit dem Erlös aus der „Schlafmünzen“-Kampagne Kinder in Afrika in die Schule bringen. Fast jedes zweite Kind wächst in den Ländern Afrikas ohne Schulbildung auf. UNICEF und die Nelson-Mandela-Stiftung haben die Aktion „Schulen für Afrika“ gestartet, um Mädchen und Jungen die Chance zu geben, Lesen und Schreiben zu lernen. Bildung ist die wichtigste Voraussetzung, damit Kinder vor Ausbeutung und Krankheiten wie AIDS geschützt sind und ihr Leben später selbst in die Hand nehmen können.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an UNICEF, Julia Hagn, 0221/93650-237
UNICEF Deutschland
Konto 300 000
BLZ 370 205 00
Bank für Sozialwirtschaft Köln