
12.05.06 - Mit Aktionen in mehr als hundert Städten ruft UNICEF heute (12.5.) dazu auf, Kinder in den Mittelpunkt des Kampfes gegen AIDS zu stellen. Weltweit erhalten Millionen von AIDS betroffene Kinder noch seltener Medikamente und soziale Betreuung als Erwachsene. Der bundesweite UNICEF-Aktionstag ist ein Signal an die Bundesregierung kurz vor dem internationalen Gipfeltreffen zum Stand der weltweiten AIDS-Bekämpfung, das am 31. Mai in New York beginnt. UNICEF fordert die Bundesregierung auf, beim Kampf gegen AIDS eine Vorreiterrolle zu übernehmen und ihre Entwicklungshilfe stärker auf die gesundheitliche und soziale Versorgung von AIDS betroffener Kinder und AIDS-Aufklärung für Jugendliche auszurichten.
„Jede Minute stirbt ein Kind an AIDS, das sind 500.000 im Jahr. Nur ein winziger Bruchteil der weltweit mehr als zwei Millionen HIV-positiven Kinder erhält Virenhemmende Medikamente“, sagte UNICEF-Vorsitzende Heide Simonis beim Auftakt des UNICEF-Aktionstages mit weit mehr als hundert Berliner Schülern vor dem Bundeskanzleramt.
Unter dem Motto „Zeichen setzen gegen AIDS“ machen Tausende Kinder und Jugendliche in ganz Deutschland mit Aktionen wie „menschlichen AIDS-Schleifen“, Sternmärschen und symbolischen „Kreuzzügen“ auf das Schicksal ihrer Altersgenossen in den von AIDS besonders getroffenen Ländern aufmerksam. Unterstützt werden sie dabei von bundesweit 8.000 ehrenamtlichen UNICEF-Helfern. Symbol des Tages ist ein Holzkreuz mit der Aufschrift „Stoppt AIDS! Jede Minute stirbt ein Kind an AIDS“.
Der Aktionstag ist Teil der weltweiten UNICEF-Kampagne „Du und ich gegen AIDS“. Im Mittelpunkt der Kampagne, die in Deutschland bereits 270.000 Menschen mit ihrer Unterschrift unterstützen, stehen Forderungen an Pharmaunternehmen und Regierungen.
„Es ist ein Skandal, wie Kinder beim Kampf gegen AIDS vernachlässigt werden“, sagte die Schauspielerin Katja Riemann, die vor wenigen Tagen UNICEF-Hilfsprojekte für AIDS-kranke Kinder im Ostkongo besucht hat. „Wir wollen die Regierungen aufrütteln, damit Kinder nicht länger die vergessenen Opfer von AIDS bleiben.“
UNICEF ruft die Bundesbürger zur Unterstützung der Kampagne auf. Unter www.unicef.de/aids kann jeder einen Unterstützer-Aufruf formulieren, für UNICEF-Projekte spenden und die Forderungen unterschreiben. Die Unterschriften wird UNICEF zum Abschluss der Kampagne an die Bundesregierung übergeben.
Eine Liste mit allen bundesweit geplanten Aktionen finden Sie hier.
Im Internet unterstützt web.de die UNICEF-Kampagne und ruft am Aktionstag dazu auf, mit Spenden für UNICEF-Projekte eine virtuelle AIDS-Schleife zu bilden.
Bei Rückfragen und Interviewwünschen wenden Sie sich bitte an die UNICEF-Pressestelle, Helga Kuhn, 0221/93650-234 oder -315. Fernsehmaterial von der Reise mit Katja Riemann in den Ostkongo sowie Fotos stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
UNICEF Deutschland
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