Mit Aktionen in mehr als hundert Städten ruft UNICEF heute (12.5.) dazu auf, Kinder in den Mittelpunkt des Kampfes gegen AIDS zu stellen. Weltweit erhalten Millionen von AIDS betroffene Kinder noch seltener als Erwachsene Medikamente und soziale Betreuung. Der bundesweite UNICEF-Aktionstag ist ein Signal an die Bundesregierung kurz vor dem internationalen Gipfeltreffen zum Stand der weltweiten AIDS-Bekämpfung, das am 31. Mai in New York beginnt. Der Aktionstag ist Teil der weltweiten Kampagne ”Du und ich gegen AIDS”, und wird von über 8.000 freiwilligen Helfern unterstützt.
„Ich kämpfe mit UNICEF gegen AIDS, weil diese Krankheit so viele Menschen tötet, sie aber eigentlich verhindert werden kann. Ich kämpfe mit UNICEF gegen AIDS, weil ich Leben retten möchte. Deshalb ‚Du und ich gegen AIDS’.“
„Also, wir machen vor dem Bundeskanzleramt hier in Berlin eine Aktion, da wird die Heide Simonis da sein, und ich glaub so hundert Kinder oder so, die so Holzkreuze haben, auf denen steht ‚Stoppt AIDS’ und die auch auf die Bühne kommen werden und ein Statement abgeben, warum sie sich als Kinder gegen AIDS engagieren. Was können wir für einen Beitrag leisten, um unseren Kindern, also anderen Kindern in der Welt zu helfen.“
„Die Situation ist die, dass es weltweit 15 Millionen AIDS-Waisen gibt. Das heißt Kinder, die alleine sind, weil ihre Eltern an AIDS gestorben sind, die natürlich oft auch mit der Infektion zur Welt kommen. Und wie sie wissen ist es leider so, ist der Mensch kein soziales Wesen. Das heißt, der Stärkere überlebt und die Kinder sind nicht die Stärkeren, die bleiben auf der Strecke.“
„Wir brauchen Medikamente für Kinder, die haben wir noch nicht. Es müssen Medikamente sein, die bezahlbar sind. Sonst sind nämlich die Budgets der ärmsten Länder total überlastet. Und Hilfe organisieren von den entwickelten Ländern was Aufklärung anbetrifft, was Bildung anbetrifft und was das Bewusstsein anbetrifft, wie diese AIDS-Wege denn laufen. Und sie laufen über Kinder-Prostitution, über Kinder-Pornografie, und über Ausbeutung von Kindern, die wir bekämpfen wollen, damit es zu einem Stopp kommt. Dazu gehört dann auch wiederum, dass alle Staaten, die die Kinderrechts-Konvention unterschrieben haben, sich gefälligst auch an das zu halten haben, was sie dort versprochen haben. Nämlich die Rechte und die Würde von Kindern zu achten.“
„UNICEF tut ja eine ganze Menge, unterstützt eben weltweit NGOs. Und zuletzt konnte ich das im Ost-Kongo sehen, dass es eben auch ein sogenanntes Reintegrationsprogramm gibt für AIDS-Waisen. Also, dass es NGOs gibt, die sich darum kümmern, wo sind Kinder alleine und haben keine Eltern mehr. Wieweit kann UNICEF zum Beispiel ‚ne Ausstattung übernehmen. Oder das Schulgeld, auch wenn es noch so gering ist, damit die weiterhin zur Schule gehen können.“
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