Am 20.9. ist Weltkindertag

16.9.2007 - Anlässlich der heutigen Auftaktveranstaltungen in Köln und Berlin zum Weltkindertag am 20.9. ruft UNICEF-Schirmherrin Eva Luise Köhler zu mehr Einsatz für das Wohlergehen und die Rechte benachteiligter Kinder auf. „Armut und Benachteiligung sind kein unausweichliches Schicksal. Die Politik, aber auch jeder einzelne muss dafür sorgen, dass kein Kind ausgeschlossen wird. Dies ist eine Frage der Gerechtigkeit,“ erklärte die UNICEF-Schirmherrin.
Eva Luise Köhler wies auf eine aktuelle internationale UNICEF-Studie hin, wonach Deutschland im Vergleich zu anderen Industrienationen nur Mittelmaß sei, wenn es um das Wohlergehen der Kinder und die Chancengerechtigkeit gehe. Danach sei der Anteil der Kinder, die in relativer Armut aufwachsen, in Deutschland stärker gestiegen als in den anderen Industrienationen. Kinder aus sozial schwachen Familien seien in der Schule häufig benachteiligt und würden immer öfter unter sich bleiben. „Benachteiligte Kinder brauchen mehr Achtung und bessere Startchancen“, sagte Eva Luise Köhler.
Aufruf: Kinderrechte ins Grundgesetz!
Die Frau von Bundespräsident Horst Köhler unterstützt auch den Aufruf von UNICEF, dem Deutschen Kinderschutzbund und dem Deutschen Kinderhilfswerk, die Kinderrechte in die Verfassung aufzunehmen. „Durch die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz würde deutlich, dass Staat und Gesellschaft das Wohl der Kinder in den Mittelpunkt stellen“. Auf vielen Veranstaltungen zum diesjährigen Weltkindertag und im Internet sammeln die Organisationen Unterschriften, um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen. www.kinderrechte-ins-grundgesetz.de
Wettbewerb: UNICEF-JuniorBotschafter des Jahres
UNICEF ruft auch wieder alle Kinder- und Jugendlichen dazu auf, sich selbst für Kinderrechte stark zu machen und sich an dem Wettbewerb zum UNICEF-Juniorbotschafter des Jahres zu beteiligen. Schulklassen, Gruppen, aber auch einzelne Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sind aufgerufen, selbst Aktionen zu entwickeln, die sich mit Themen wie Armut, AIDS, Kinderarbeit, Kinder im Krieg oder behinderte Kinder auseinander setzen. Die Sieger werden im kommenden Jahr in der Frankfurter Paulskirche geehrt. Informationen unter www.juniorbotschafter.de
Der Weltkindertag
1954 beauftragten die Vereinten Nationen UNICEF erstmals mit der Ausrichtung eines Weltkindertages. Neben dem Einsatz für Kinderrechte und Freundschaft unter der nachwachsenden Generation sollten sich die Regierungen einmal im Jahr öffentlich verpflichten, die Arbeit des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen zu unterstützen.
Der Weltkindertag wird heute an unterschiedlichen Tagen in mehr als 145 Nationen gefeiert. In Deutschland organisieren Kinder- und Jugendorganisationen jedes Jahr um den 20. September Demonstrationen, Diskussionen, Straßenfeste und andere öffentliche Veranstaltungen, um auf die Lage der Kinder aufmerksam zu machen.
Die wichtigsten Kinderrechte
Die Kinderrechte sind in der UN-Konvention über die Rechte des Kindes festgelegt. Sie wurde von der Vollversammlung der Vereinten Nationen am 20. November 1989 einstimmig verabschiedet. Sie unterstreicht das Recht auf Überleben und persönliche Entwicklung, Schutz vor Ausbeutung und Gewalt und auch das Recht auf Beteiligung. Alle Unterzeichnerstaaten verpflichten sich, das Wohlergehen der Kinder bei allen politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen zu berücksichtigen und hierüber regelmäßig Rechenschaft abzulegen. Alle Staaten der Erde, außer Somalia und den USA, haben die UN-Kinderrechtskonvention ratifiziert. Die wichtigsten Kinderrechte sind:
Bei Rückfragen und Interviewwünschen wenden Sie sich bitte an die UNICEF-Pressestelle, Rudi Tarneden 0221/93650-235 oder 315.