Bangladesch
17.11.2007 - Zwei Tage nachdem der Zyklon SIDR weite Teile der Küste Bangladeschs zerstört hat, steigt die Zahl der Todesopfer weiter an. Hunderte Menschen werden noch vermisst. Tausende Häuser haben den Sturmböen nicht standgehalten. UNICEF-Mitarbeiter berichten von den größten Schäden in den südlichen Küstenregionen, wo ganze Städte durch die Sturmflut überschwemmt wurden. Die Infrastruktur ist stark beschädigt. UNICEF ruft zu Spenden auf.
UNICEF kümmert sich vor allem um die Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser und Medikamenten. Wasserreinigungstabletten und Notfallmedikamente stehen zur sofortigen Verteilung bereit. Energiereiche Kekse für kleine Kinder werden derzeit in die Notregion gebracht. Um obdachlos gewordenen Familien notdürftigen Schutz zu bieten, bereitet UNICEF die Verteilung von Plastikplanen und Notgeschirr vor.
„Die Menschen in Bangladsch haben in diesem Jahr schon mehrere schwere Naturkatastrophen durchgemacht. Sie haben eine große Widerstandskraft, aber dies ist ein sehr hartes Jahr. Während die Opferzahlen nach dem Zyklon Sidr weiter steigen, sind viele Kinder in Gefahr - ohne Nahrung und Schutz. Viele haben ihre Eltern verloren oder wurden von ihnen getrennt.
UNICEF ist vor Ort und hilft der Not leidenden Bevölkerung mit sauberem Wasser, Nahrung und anderen lebenswichtigen Hilfsgütern. Ich bitte die internationale Gemeinschaft Bangladesch nicht zu vergessen. Der Wiederaufbau nach dieser Katastrophe erfordert so viel Hilfe wie irgend möglich.“
In den 15 Küstendistrikten des Landes wurden beim Herannahen des Zyklons eine Million Menschen von den Behörden evakuiert und in Notunterkünften untergebracht. Am schlimmsten durch den Zyklon getroffen wurden die Küstendistrikte Barisa, Barguna, Patuakhali, Patharghata, Jhalokathi and Pirojpur. Nach Berichten von UNICEF-Mitarbeitern gab es in Patuakhali die meisten Todesopfer– die Stadt wurde überflutet und weitgehend zerstört. Nach Behördenangaben wurden im Küstenbezirk Patuakhali-Barisal im Süden des Landes bisher allein 450 Tote, darunter auch Kinder, gefunden. Auch in anderen Distrikten und vor allem den vorgelagerten Inseln gab es viele Todesopfer und große Schäden der Infrastruktur. Felder und Erntevorräte wurden zerstört. Nutztiere wie Kühe und Geflügel ertranken.
Viele Straßen sind durch umgestürzte Bäume blockiert und erschweren Transporte von der Hauptstadt Dhaka zu den anderen Gebieten des Landes. In den Notregionen funktioniert weder die Versorgung mit Strom noch Telefone. Für die kommenden Tage haben Meteorologen schwere Regenfällen für das Katastrophengebiet vorausgesagt.
UNICEF bittet dringend um Spenden für die Opfer in Bangladesch:
Spendenkonto 300.000
Bank für Sozialwirtschaft BLZ 370 205 00
Stichwort: Bangladesch
Online spenden
Bei Rückfragen und Interviewwünschen wenden Sie sich bitte an die UNICEF-Pressestelle, Rudi Tarnedenund Helga Kuhn, 0221/93650-234 oder 315. Mobil: 0170/2480594 oder 0170/8518846. E-Mail: presse(at)unicef.de
UNICEF Deutschland
Konto 300 000
BLZ 370 205 00
Bank für Sozialwirtschaft Köln