4.12.2007 - Meldungen über misshandelte Kinder, über Kinderarmut und viele weitere gravierende Kinderrechtsverletzungen in Deutschland reißen nicht ab. Das Aktionsbündnis Kinderrechte (Deutscher Kinderschutzbund, Deutsches Kinderhilfswerk, UNICEF) sieht dringenden Handlungsbedarf und fordert die Fraktionen des Bundestags auf, Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern. Das Aktionsbündnis begrüßt daher die Stellungnahme der Bundesfamilienministerin Frau Ursula von der Leyen und weiterer Bundespolitiker, die sich am Sonntag eindeutig für die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz ausgesprochen haben. Besonders positiv beurteilt das Aktionsbündnis, dass die Ministerin neben dem Schutzrecht auch die Förderung der Kinder herausgestellt hat.
Mittlerweile haben sich die SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Teile der FDP und die Linke für die Verankerung der Kinderrechte ins Grundgesetz positioniert. Abgeordnete aller im Bundestag vertretenen Parteien haben einen Aufruf des Aktionsbündnisses unterstützt, der am 6. November in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienen ist. Mehr als 60 Verbände unterstützen die Kampagne.
Alle Parteien und alle gesellschaftlichen Kräfte müssen ihre Aufmerksamkeit und Anstrengungen nun noch einmal verstärken, damit die international anerkannten Rechte der Kinder auf Förderung, Beteiligung und Schutz auch im Grundgesetz verankert werden. Eine Aufnahme der Kinderrechte würde einen entscheidenden, nachhaltigen Perspektivwechsel für Politik, Justiz und Gesellschaft mit sich bringen. Die Fraktionen sollen sich nun so schnell wie möglich auf ein gemeinsames Vorgehen einigen und das Gesetzgebungsverfahren einleiten. Informationen zur Kampagne des Aktionsbündnisses gibt es unter www.kinderrechte-ins-grundgesetz.de
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