Knapp vier Wochen nach dem Zyklon Sidr:
11.12.2007 - Knapp vier Wochen nach dem verheerenden Zyklon Sidr in Bangladesch sind 8,5 Millionen Menschen weiter dringend auf Hilfe angewiesen. Fast die Hälfte der Sturm-Opfer sind Kinder. Viele haben ihre Eltern verloren, nichts zu essen, kein Dach mehr über dem Kopf und keine Schulen. Mehr als 3.000 Menschen starben in den Fluten, Tausende wurden obdachlos. UNICEF hat 72.000 Kinder und 109.000 Familien nach der Katastrophe mit Hilfsgütern, Nahrung und Zelten versorgt. „Angesichts der massiven Zerstörungen kommt es jetzt darauf an, den Kindern wieder Halt zu geben und sie vor Krankheiten und Hunger zu schützen“, sagte Louis-Georges Arsenault, Leiter von UNICEF Bangladesch. Der Ausbruch von Seuchen konnte bisher verhindert werden, aber Lungenentzündungen und Atemwegserkrankungen sind weiter eine große Gefahr.
UNICEF hat in dieser Woche 5.000 Überlebenspakete für Familien verteilt. Sie enthalten 14 lebenswichtige Dinge wie Kleidung, Hygieneartikel, Decken, Schlafmatten und eine Plastikplane gegen Nässe und Kälte. Außerdem hat UNICEF 92 Tonnen hochproteinhaltige Kekse für 47.000 Familien zur Verfügung gestellt. Weitere Hilfe ist auf dem Weg – darunter 50.000 Stück Seife und 21.000 Wasserkanister. Bis Mitte Dezember sollen noch warme Kleidung für 70.000 Kinder, 100.000 Decken und 60.000 Zelte eintreffen. Da mit der nächsten Ernte nicht vor Frühsommer zu rechnen ist, wird UNICEF auch seine Nahrungsmittelhilfe für Kinder und Mütter in den nächsten Monaten aufrechterhalten. Während die Trinkwasserversorgung schon wieder in Gang gesetzt werden konnte, wird die Reparatur der sanitären Anlagen noch andauern. Die meisten Wasserquellen waren durch Salzwasser, Schutt und Tierkadaver unbrauchbar geworden.
UNICEF hat bisher 49 Kinderschutzzentren für insgesamt 10.000 Kinder eingerichtet, in denen die Kinder spielen und lernen können. Weitere 66 dieser Einrichtungen sind geplant. Während die Kinder den ganzen Tag über betreut werden, können die Eltern sich darum kümmern, sich ein neues Leben nach der Katastrophe aufzubauen. Viele sind in Notunterkünften untergebracht und erhalten hier die einzige Mahlzeit am Tag. UNICEF stellt auch Bücher und Schulmaterialien zur Verfügung, damit der Unterricht für die Kinder fortgesetzt werden kann. Ziel ist es, die zerstörten Schulen schnellstmöglich wieder instand zu setzen. 200 Kinder aus vier Distrikten wurden aufgefunden, die ihre Eltern verloren haben. UNICEF arbeitet mit dem Sozialdienst zusammen, um Angehörige ausfindig zu machen. UNICEF unterstützt die Regierung auch darin, einen Katastrophenplan aufzustellen, um künftig besser vorbereitet zu sein.
UNICEF bittet dringend um Spenden für die Opfer in Bangladesch:
Spendenkonto 300.000
Bank für Sozialwirtschaft / BLZ 370 205 00
Stichwort: Bangladesch
Bei Rückfragen und Interviewwünschen wenden Sie sich bitte an die UNICEF-Pressestelle, Rudi Tarneden, 0221/93650-235 oder -315.
UNICEF Deutschland
Konto 300 000
BLZ 370 205 00
Bank für Sozialwirtschaft Köln