05.02.07 - Lübeck ist UNICEF-Stadt 2007 und wird sich als 15. bundesdeutsche Großstadt ein Jahr lang für Kinder in Not stark machen. „Die Städtepartnerschaften schärfen das Bewusstsein dafür, dass wir gemeinsam viel erreichen können, um das Leben von Kindern zu verbessern“, erklärte UNICEF-Vorsitzende Heide Simonis. Seit 1991 schließt UNICEF jedes Jahr eine Städtepartnerschaft. Lübeck tritt in die Fußstapfen von Städten wie Berlin, Erfurt, Frankfurt am Main, Köln, München und Hamburg. Insgesamt sammelten die Bürger der UNICEF-Partnerstädte bislang 16,2 Millionen Euro für Kinder in Not.
„Lübeck ist eine weltoffene Stadt, die sich nicht nur für Naheliegendes, sondern auch für die Probleme der Welt einsetzt. Die Partnerschaft mit UNICEF stärkt dieses gesellschaftliche Engagement“, sagte Heide Simonis. Die Lübecker wollen mit ihren Aktionen Kinder in Afrika in die Schule bringen und Wasserprojekte im Sudan fördern. Auf einer Pressekonferenz in Lübeck riefen Bürgermeister Bernd Saxe und Heide Simonis alle Bürger, Unternehmen, Vereine und Verbände zum Mitmachen auf. Die Aktivitäten der Stadt werden von der UNICEF-Arbeitsgruppe Lübeck unterstützt.
Das Besondere am Konzept der Städtepartnerschaften ist, dass die Bürger einer Stadt selbst aktiv werden. Die Stadtverwaltung steht ihnen dabei nur helfend zur Seite und koordiniert die Aktionen. In der UNICEF-Stadt 2007 sind bereits mehr als 60 Veranstaltungen zugunsten von UNICEF geplant, darunter viele Konzerte und Lesungen.
Mit ihren Spenden ermöglichen die Lübecker Bürger Kindern in Afrika den Besuch einer Schule. In Afrika hat fast jedes zweite Kind noch nie ein Klassenzimmer von innen gesehen. Gemeinsam mit der Nelson-Mandela-Stiftung und dem Hamburger Reeder Peter Krämer hat UNICEF das Bildungsprojekt „Schulen für Afrika“ ins Leben gerufen, um Kinder in die Schule zu bringen. Seit dem Start des Projektes vor zwei Jahren wurden bereits 268 Schulen fertig gestellt. Zudem hilft die Stadt Lübeck UNICEF dabei, die Menschen im Sudan mit sauberem Wasser zu versorgen. Verunreinigtes Wasser und fehlende sanitäre Anlagen haben besonders für Kinder oft lebensgefährliche Krankheiten zur Folge. Um den Zugang zu sauberem Wasser zu erleichtern und die hygienischen Verhältnisse zu verbessern, baut UNICEF Brunnen und Latrinen.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an UNICEF, Eric Mayer, 0221/93650-254, E-Mail oder an das Koordinationsbüro UNICEF der Stadt Lübeck, 0451/122-1507, E-Mail
Weitere Informationen und Kontaktdaten zur Städtepartnerschaft finden Sie unter http://www.luebeck.de