Überschwemmungen in Südasien
3.8.2007 - UNICEF verstärkt seine Hilfe für die Flutopfer in Asien und ruft dringend zu Spenden auf. Die Lage in den Überschwemmungsgebieten im Norden Indiens, in Bangladesch und Nepal wird immer kritischer. Hunderttausende Familien sind nach den schlimmsten Überschwemmungen seit Jahrzehnten obdachlos. Allein in den dicht besiedelten indischen Bundesstaaten Bihar und Uttar Pradesch zerstörten oder beschädigten die Wassermassen bisher mehr als 100.000 Häuser und verwüsteten Straßen und Felder. In Bihar stehen 3.000 Dörfer unter Wasser. Dort sind nach UNICEF-Schätzungen allein drei Millionen Kinder betroffen.
Unzählige Obdachlose übernachten seit Tagen im Freien oder in Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden. Es fehlt an sauberem Trinkwasser, sanitären Einrichtungen, Nahrung, Plastikplanen, Decken, Haushaltsutensilien und Medikamenten. UNICEF befürchtet den Ausbruch von Krankheiten wie schwerem Durchfall bei Kindern, Atemwegsinfektionen und Hautkrankheiten. Aus Bangladesch werden bereits zahlreiche Todesfälle in Folge von Schlangenbissen gemeldet. UNICEF Deutschland hat 100.000 Euro für Soforthilfe bereitgestellt und bittet um Spenden.
„Die Situation in den Hochwassergebieten wird insbesondere für die Kinder immer kritischer“, sagte der stellvertretende Leiter von UNICEF Indien, Eimar Barr. „Das Ausmaß der Naturkatastrophe ist enorm. Die bisherige Hilfe reicht nicht aus.“ Schätzungsweise 20 Millionen Menschen in Indien, Bangladesch und Nepal sind von den schwersten Überschwemmungen seit Jahrzehnten betroffen, 40 Prozent sind Kinder und Jugendliche.
UNICEF-Fachleute in Indien, Bangladesch und Nepal unterstützen die Behörden und Nichtregierungsorganisationen bei der Organisation der Trinkwasserversorgung und dem Aufbau sanitärer Anlagen für die Obdachlosen. Weiter schickt UNICEF Gesundheitsteams und Basismedikamente in die Krisengebiete und bereitet Impfaktionen vor. UNICEF stellt große Mengen Plastikplanen, Zusatznahrung, Wasserreinigungstabletten und Kanister sowie Medikamente gegen Durchfall und Vitamin-A-Tabletten zur Verfügung. Schon seit Beginn der Monsunregenfälle im Juni unterstützt UNICEF die Hilfe für die Überschwemmungsopfer und hat laufend Hilfsgüter aus lokalen Lagern bereitgestellt.
UNICEF ruft zu Spenden auf:
Spendenkonto 300.000
Bank für Sozialwirtschaft Köln
BLZ 370 205 00
Stichwort: Fluthilfe Asien
Spendentelefon: 0137/300.000
Rückfragen und Interviewwünsche an die
UNICEF-Pressestelle, Rudi Tarneden, 0221/93650-234 oder 315.
E-Mail: presse(at)unicef.de
UNICEF Deutschland
Konto 300 000
BLZ 370 205 00
Bank für Sozialwirtschaft Köln