13.7.2007 - In Südostasien haben verheerende Überschwemmungen in Pakistan, Indien, Myanmar und Afghanistan die Lebensbedingungen von Millionen Kindern weiter verschlechtert. UNICEF leistet in allen betroffenen Regionen Nothilfe und ruft dringend zu Spenden für die Flutopfer auf.
In den pakistanischen Küstenprovinzen Belutschistan und Sindh steigen die Wasserpegel noch immer an. Mittlerweile sind zwei Millionen Menschen von den Überschwemmungen betroffen, darunter mehr als 300.000 Kinder unter fünf Jahren. Die Kinder sind besonders durch den Zusammenbruch der Wasserversorgung gefährdet. Durchfall und Infektionskrankheiten können sich unter den unhygienischen Bedingungen in den Notgebieten schnell ausbreiten.
Die am schlimmsten betroffenen Provinzen Belutschistan und Sindh gehören zu den ärmsten Gebieten Pakistans. Kinder aus armen Familien und Frauen leiden besonders unter der Notsituation. In Belutschistan sind fast 40 Prozent der Kinder ohnehin mangelernährt. UNICEF hat bereits 130 Tonnen Zusatznahrung für Kinder und werdende Mütter in das Notgebiet gebracht. Außerdem hat UNICEF Wasserreinigungstabletten, Wasserfilter und Wasserbehälter sowie Medikamente und medizinischen Bedarf für 40.000 Menschen bereitgestellt.
In den Küstengebieten Myanmars haben sintflutartige Regenfälle Anfang Juli viele Häuser zerstört. Schlammmassen haben Krankenhäuser, Gesundheitsstationen und Schulen beschädigt. Hunderte Brunnen wurden durch den Schlamm verseucht und können nicht mehr als Trinkwasserquellen genutzt werden. UNICEF hat Medikamente und Zucker-Salz-Lösungen gegen Durchfallerkrankungen verteilt und Familien mit Notutensilien versorgt.
Schwere Monsunregen haben auch in den indischen Bundesstaaten Westbengalen, Orissa und Rajasthan zu Überschwemmungen geführt. Die Provinzregierungen von Westbengalen und Orissa haben UNICEF um Unterstützung gebeten. UNICEF hilft bei der Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser und sanitären Einrichtungen sowie in den Bereichen Gesundheit und Ernährung.
In Afghanistan kamen bei Überflutungen Ende Juni mehr als hundert Menschen ums Leben, Tausende wurden obdachlos. UNICEF hilft mit Material zur medizinischen Notversorgung, Zucker-Salz-Lösungen gegen Durchfallerkrankungen, Wasserreinigungstabletten und Wasserbehältern für 5.000 betroffene Familien. UNICEF ruft dringend zur Hilfe für die Not leidenden Kinder in der Region auf:
Spendenkonto 300.000
Bank für Sozialwirtschaft Köln (BLZ 370 205 00)
Stichwort: Fluthilfe Asien
Spendentelefon 0137/300.000
Bei Rückfragen und Interviewwünschen wenden Sie sich bitte an die UNICEF-Pressestelle, Helga Kuhn, 0221/93650-234 oder -315, E-Mail: presse(at)unicef.de.
UNICEF Deutschland
Konto 300 000
BLZ 370 205 00
Bank für Sozialwirtschaft Köln