22. 02.07 - UNICEF fordert die weltweite Ächtung von Streubomben. Anlässlich der heute in Oslo beginnenden internationalen Konferenz über Streumunition appelliert UNICEF an die Staatengemeinschaft, diese Waffenart in einem internationalen Abkommen zu verbieten. Über 40 Staaten diskutieren auf Initiative der norwegischen Regierung über die Möglichkeiten eines völkerrechtlich verbindlichen Verbots.
Streubomben öffnen sich beim Abwurf in der Luft und verteilen hunderte so genannte „Bomblets“ über große Flächen. Blindgänger bedrohen oft noch Jahre nach einem Krieg die Zivilbevölkerung. Besonders Kinder sind in Gefahr, weil sie neugierig sind und die Gefahr durch nicht explodierte Sprengkörper oft nicht erkennen. Viele der „Bomblets“ sind zudem bunt und ähneln Spielzeug. UNICEF führt in vielen ehemaligen Kriegsgebieten Aufklärungsprogramme durch, um die Bevölkerung vor der Gefahr durch nicht explodierte Streumunition und Landminen zu warnen. Allein während der Kämpfe im Libanon im Sommer 2006 wurden vermutlich Hunderttausende der Sprengkörper eingesetzt.
Von 34 Ländern ist bekannt, dass sie Streubomben produzieren, mehr als 40 Länder lagern sie. UNICEF engagiert sich seit dem Kosovo-Krieg 1999 gegen Streubomben. Belgien und Norwegen haben bereits nationale Moratorien für Streumunition verabschiedet. Vorbild für die Osloer Konferenz ist das vor zehn Jahren beschlossene Ottawa-Abkommen zum Verzicht auf Anti-Personen-Minen. UNICEF unterstützt auch die Forderungen des Aktionsbündnis landmine.de, in dem sich rund 20 deutsche Hilfsorganisationen zusammengeschlossen haben:
Weitere Informationen zum Thema Streumunition und die Möglichkeit zum Online-Protest finden Sie unter landmine.de
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