7.3.2008 - Wichtige Firmenpartner von UNICEF Deutschland haben ihr Engagement bekräftigt und Hilfe bei der Bewältigung der aktuellen Krise angeboten. Zu den Partnern, die mit UNICEF Deutschland eine zum Teil langjährige Zusammenarbeit verbindet, gehören Siemens, IKEA, Danone Waters (Volvic), United Internet (WEB.DE, GMX, 1&1), der Papierhersteller Stora Enso, Deutsche SiSi-Werke (Capri-Sonne), Amway, Procter & Gamble (Pampers), Gardena und Fleurop.
Vertreter der Firmenpartner waren einer Einladung von UNICEF gefolgt, um sich über die nächsten Schritte und die Reformen bei UNICEF informieren zu lassen. Ausdrücklich boten die Partner UNICEF auch ihre Unterstützung an, um die Vertrauenskrise zu bewältigen. Besprochen wurden bereits mögliche Hilfen bei der Neuorganisation der Führungsstruktur und der Umstrukturierung von Managementprozessen.
„Die Zielsetzungen von UNICEF sind und bleiben absolut unterstützenswert. Wir sind überzeugt davon, dass die Verantwortlichen alles tun werden, die in der Öffentlichkeit aufgekommenen Irritationen auszuräumen“, sagt Bettina Schmidt-Breitenstein, Corporate Communications bei Siemens. Die Partnerschaft zwischen UNICEF und Siemens besteht schon seit 2003. Das Unternehmen und seine Mitarbeiter unterstützen mit vielfältigen Aktionen zurzeit die Initiativen „Schulen für Afrika“ und das „Überlebenspaket“.
Zwischen IKEA und UNICEF besteht seit vielen Jahren eine sehr erfolgreiche internationale Kooperation vor allem im Kampf gegen Kinderarbeit. Zuletzt hat IKEA Ende 2007 bei einer Verkaufsaktion von Stofftieren in über 260 Filialen in 24 Ländern fast 2,8 Millionen Euro für UNICEF gespendet. Sabine Nold, Pressesprecherin von IKEA Deutschland: „Wir stehen zu unserem langjährigen Partner UNICEF und sind von der guten Arbeit von UNICEF überzeugt, die wir aus vielen Projekten vor Ort kennen. Wir sehen aber durchaus die Notwendigkeit zu einer neuen Struktur und mehr Transparenz.“
Die Mineralwasser-Marke Volvic unterstützt UNICEF beim Bau von Brunnen. „Wir haben vor vier Jahren eine Verantwortung übernommen, die wir gemeinsam mit UNICEF weiterführen. Das Engagement, die Kompetenz und die Glaubwürdigkeit der UNICEF-Mitarbeiter in den Projekten vor Ort haben wir persönlich erlebt und uns vom Fortgang des Brunnenbaus jedes Jahr überzeugt. Mitzuerleben, was sauberes Trinkwasser für die Menschen in Äthiopien bedeutet, bestärkt uns darin, diese Partnerschaft aus Überzeugung fortzusetzen“, sagt Eva Podlich, Pressesprecherin von Danone Waters.
Die United Internet AG steht auch in der Zukunft in ihrem Engagement für die Stiftung „United Internet for UNICEF“ zur Zusammenarbeit mit UNICEF. Seit Gründung der Stiftung im Jahre 2006 führt United Internet auf seinen Portalen WEB.DE, GMX und 1&1 regelmäßig Aktionen durch. Alle Spenden werden zu 100 Prozent weitergeleitet, um zielgerichtet in durch die Stiftung definierte Projekte zu fließen. Die durch „United Internet for UNICEF“ akquirierten Spendengelder kamen unter anderem Zentren in Kambodscha zugute, in denen Jungen und Mädchen, die zur Prostitution gezwungen wurden, betreut werden und Schulunterricht erhalten. Ein anderes gefördertes Projekt leistet Hilfe für Waisen und HIV-positive Kinder in Mosambik. „United Internet sieht voller Zuversicht einer weiterhin guten und gedeihlichen Zusammenarbeit mit UNICEF entgegen“, sagt Marcus Schaps, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der United Internet AG.
Carsten Kaisig, Geschäftsführer von Capri-Sonne: „Als weltweite Kindermarke ist es Capri-Sonne wichtig, dass die vorbildlichen Projekte von UNICEF weiter laufen können. Die Kinder sollten nicht unter der derzeitigen Situation zu leiden haben, daher werden wir unsere gemeinsame Arbeit mit vollem Engagement fortsetzen.“ Mit jeder während drei Monaten verkauften Zehner-Box unterstützte Capri-Sonne 2007 das UNICEF-Projekt „Schulen für Afrika“ und half so, die Bildungs-chancen von Kindern zu verbessern.
Heribert Wettels von der GARDENA GmbH: „Seit Jahrzehnten leistet UNICEF wertvolle Arbeit in der ganzen Welt. Diese werden wir auch weiter unterstützen. UNICEF Deutschland muss nun seine Hausaufgaben machen und wird dies auch tun.“ Gardena unterstützt seit 2007 den Bau von Brunnen im Sudan.
„Gerade jetzt halten wir an UNICEF fest – die Verwendung der Spenden wird bei keiner anderen Hilfsorganisation in der Zukunft so kritisch betrachtet werden. Auch deshalb haben wir volles Vertrauen“, sagt Rolf Blasberg, Communication Officer von Stora Enso. Der Papierhersteller unterstützt seit 2004 UNICEF-Projekte zur Verbesserung der Grundbildung in Bangladesch.
Karin Schmid, Amway GmbH: „Wir sind seit sieben Jahren europaweiter Partner von UNICEF und werden uns auch weiter ungebremst für UNICEF engagieren. Wir haben immer mit UNICEF besprochen, wo unsere Spenden helfen sollen und bekamen hierzu entsprechende Berichte. Zusammen mit unseren Vertriebspartnern haben wir uns auch vor Ort über die Verwendung der Gelder überzeugen können. Wir wollen Kindern möglichst effektiv helfen, dazu ist es unerlässlich, einen kompetenten und erfahrenen Partner wie UNICEF an der Seite zu haben.“
Dr. Jörg C. Uhl, Leiter Unternehmenskommunikation von P&G Deutschland, Österreich und Schweiz: „Wir sind fest davon überzeugt, dass UNICEF die erforderlichen Schritte zur notwendigen Erneuerung umsetzen und damit das öffentliche Vertrauen wieder vollständig gewinnen wird. Im letzten Jahr hat die Zusammenarbeit zwischen UNICEF und unserer Marke PAMPERS in Europa den Kauf von 30 Millionen Impfdosen zum Schutz vor tödlichen Tetanusinfektionen, davon allein in Deutschland fast acht Millionen Impfdosen, ermöglicht und damit geholfen, viele Kinderleben zu retten. Wir hoffen, durch eine weltweite Zusammenarbeit mit UNICEF in Zukunft sogar jährlich 50 Millionen Impfdosen zur Verfügung stellen zu können.“
Winnie Maria Lechtape, Unternehmenskommunikation Fleurop AG: „Es ist schlimm, dass Kinder die Leidtragenden der aktuellen Krise bei UNICEF Deutschland sind. Das Engagement von UNICEF für mehr Transparenz überzeugt uns, deshalb wollen wir die wichtige Arbeit der Organisation auch zukünftig mit vollem Einsatz unterstützen.“ Fleurop bietet seinen Kunden seit drei Jahren in den Monaten Juni bis August den beliebten UNICEF-Strauß an.
Der UNICEF-Interimsvorsitzende Reinhard Schlagintweit zeigte sich dankbar für die Hilfe: „Die guten Vorschläge und wertvolle Hinweise helfen uns, auf dem eingeschlagenen Weg grundlegender Reformen weiter voranzukommen.“ UNICEF hat erste Schritte hin zu mehr Transparenz eingeleitet. So wird zum Beispiel der Geschäftsbericht, der im Juni 2008 erscheint, ausführlichere Informationen zu Finanzen, Strukturen und Projekten enthalten. Die Suche nach einem neuen Geschäftsführer und einem neuen Vorsitzenden läuft auf Hochtouren. Der Vorstand wird am 10. April neu gewählt.
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