16.4.2008 - Die Sieger des diesjährigen J8-Wettbewerbs von UNICEF stehen fest: Nora Zech (16), Julika Prantner-Weber (16) und Jasmin Astaki-Bardeh (15) aus Köln sowie Alexander Wegner (17) aus Rathenow/ Brandenburg fahren vom 1. bis 10. Juli 2008 zum J8-Gipfel im japanischen Chitose. UNICEF organisiert zum vierten Mal parallel zum G8-Treffen der Staats- und Regierungschefs der großen acht Industrienationen (7. bis 9. Juli) einen Jugendgipfel. Jugendliche aus Industrie- und Entwicklungsländern diskutieren dort die Themen der G8: Armut, HIV/AIDS und Klimawandel. Sie erarbeiten dabei eigene Lösungsvorschläge und Forderungen an die mächtigsten Politiker der Welt.
Monica Lierhaus, Sportschau-Moderatorin und Mitglied der J8-Jury für UNICEF: „Kinder und Jugendliche sollen mitreden, wenn es um unsere und ihre Zukunft geht. Sie haben ein großes Bewusstwein für die Probleme in der Welt und viele eigene Ideen. Ich war sehr beeindruckt von der Qualität der Bewerbungen – die Auswahl der Sieger war wirklich schwer.“ Eine Jury aus vier Erwachsenen und vier Jugendlichen hat die drei Kölner Mädchen und den Jungen aus Rathenow aus 24 Einsendungen von Gruppen und Einzelpersonen aus ganz Deutschland ausgewählt.
Julika, Jasmin und Nora haben sich intensiv mit dem Thema Umweltschutz auseinandergesetzt und zunächst in einem Selbstversuch einen Tag lang ohne Strom- und Benzinverbrauch gelebt. In einer 6. Klasse haben sie eine Unterrichtsstunde über Umweltschutz und Klimawandel gestaltet sowie auf der Straße, in Buchläden und Cafés selbst gemachte Flyer verteilt. „Wie keine andere Gruppe erfüllten sie die Verbindung von Originalität und Kreativität mit der ernsthaften Auseinandersetzung mit dem gewählten Junior8-Thema“, lautet die Begründung der Jury. Alexander Wegner aus Rathenow hat die Jury besonders „durch seine kluge und kritische Analyse der entwicklungspolitischen Thematik und sein überdurchschnittliches Verständnis globaler Zusammenhänge“ überzeugt. Der 17-Jährige Schüler ist seit längerem sehr engagiert gegen die weltweite Armut und gründete eine eigene entwicklungspolitische Jugendinitiative „Youth-For-Unity“, die sich insbesondere für Bildungsprojekte in Ghana stark macht.
Den zweiten Platz des J8-Wettberbs belegte die Vierergruppe „4Penguins“ aus Wismar. Kim Möller, Natalie Brindle, Julia Junge und Rasmin Safarpour waren beim Junior8-Gipfel 2007 in Wismar als Paten für die damaligen Gipfelteilnehmer dabei. Mit ihrem Projekt, einem Puppenspiel, möchten sie vor allem Kinder aufklären und ihnen mit einfachen Energiespartipps helfen, zum Klimaschutz beizutragen.
Eine besondere Anerkennung sprach die Jury für die kreative Leistung von Tabea Bauermeister, Lisa-Maria Wagner, Diana Steinmetz und Fritz Faust vom Gymnasium Schloss Hansenberg aus Geisenheim/ Hessen aus. Sie haben gemeinsam mit anderen Schülern einen humorvollen und treffenden Videospot zum Thema AIDS gedreht.
Am diesjährigen J8-Wettbewerb konnten sich Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren beteiligen. Die Bewerber mussten sich mit mindestens einem der drei J8-Themen „Klimaschutz“, „Armut und Entwicklung“ oder „das Überleben von Kindern, HIV/AIDS und andere Infektionskrankheiten“ auseinandersetzen. Bewerben konnten sich sowohl einzelne Mädchen und Jungen als auch Gruppen von bis zu vier Jugendlichen.
Am J8-Gipfel in Japan nehmen je vier Jugendliche aus den G8-Staaten (Deutschland, Japan, USA, Kanada, Frankreich, Großbritannien, Italien, Russland) und je ein Jugendlicher aus sieben Entwicklungsländern teil.
Die vier deutschen J8-Teilnehmer treffen sich vom 30. Mai bis 1. Juni zu einem Vorbereitungsworkshop in Leipzig. Dort werden sie, unterstützt von Jugendlichen, die im vergangenen Jahr am J8-Gipfel teilgenommen haben, ihr Wissen über die Themen Armut, HIV/ AIDS und Klimawandel vertiefen.
Porträts der Gewinner und weitere Informationen: www.junior8.de.
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