Köln, 8.5.2008 - UNICEF hat heute in Genf die internationale Gemeinschaft um Unterstützung für die Not leidende Bevölkerung in Myanmar (früher Burma) gebeten. UNICEF leistet mit 130 Mitarbeitern und einem Netzwerk von Partnern vom ersten Tag an Nothilfe in Myanmar und bringt weitere Experten ins Land. In den kommenden Wochen werden allein für die Soforthilfe rund sechs Millionen Euro benötigt. UNICEF Deutschland stellte 500.000 Euro bereit und ruft zu Spenden auf. Mit den Nothilfegeldern wird UNICEF weitere Medikamente und lebensnotwendige Hilfsgüter beschaffen, die Wasserversorgung wieder in Gang setzen und Kinderzonen in Notaufnahmelagern einrichten. Weiter sollen Notschulen eingerichtet und unbegleitete Kinder registriert und wieder mit ihren Angehörigen zusammen gebracht werden.
„Hilfe für die Kinder ist eine Frage der Menschlichkeit. Dieser Ansicht wird sich die Politik in Myanmar hoffentlich bald anschließen. Angesichts des Ausmaßes der Naturkatastrophe bitte ich die Bundesbürger dringend um Spenden für die Kinder in Myanmar“, sagte Jürgen Heraeus, Vorsitzender von UNICEF Deutschland.
Die Situation der obdachlosen Familien in Myanmar wird inzwischen immer verzweifelter. Schätzungsweise eine Million Menschen sind obdachlos; etwa 60 Prozent davon sind Frauen und Kinder. Die Gefahr von gefährlichen Krankheiten steigt jeden Tag.
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Unmittelbar nach dem Zyklon haben UNICEF-Mitarbeiter in Myanmar damit begonnen, Hilfsgüter aus Warenlagern an Bedürftige zu verteilen. Experten für Wasserversorgung, Kindergesundheit und Kinderschutz arbeiten mit Hochdruck daran, die Hilfe in diesen Bereichen zu koordinieren. UNICEF hat die Zusage der Regierung, weitere Experten für die Katastrophenhilfe ins Land bringen zu können.
„Bei Nothilfe kommt es auf die ersten Tage an. UNICEF hilft bereits mit 130 erfahrenen Mitarbeitern vor Ort und bringt weitere Experten ins Land. Weitere Verzögerungen können dramatische Folgen für die Kinder haben“, sagte Jürgen Heraeus.
Viele Menschen versuchen in überfüllten öffentlichen Gebäuden wie Schulen Zuflucht zu finden. Es fehlt an Trinkwasser, Nahrung, Medikamenten, Schutzutensilien, Latrinen und Moskitonetzen. Die hygienischen Bedingungen sind teilweise katastrophal. Zahlreiche Gesundheitszentren und Schulen wurden weggespült oder schwer beschädigt. Weite Gebiete im Irrawaddy-Delta sind überflutet und nur mit Booten oder aus der Luft zu erreichen. Viele Kinder haben ihre Eltern verloren oder wurden von ihnen getrennt.
UNICEF ruft dringend zu Spenden
für die Opfer des Zyklons in Myanmar auf:
Spendenkonto 300.000,
Bank für Sozialwirtschaft,
BLZ 370 205 00
Stichwort: Burma/Myanmar
Rückfragen und Interviewwünsche bitte an die UNICEF-Pressestelle,
Rudi Tarneden, Durchwahl 0221/93650-235 oder- 315