Köln, 10.5.2008 - Knapp eine Woche nach dem verheerenden Zyklon wird die Situation der Kinder in Myanmar immer schwieriger. Tausende Kinder haben ihre Eltern verloren oder wurden von ihnen getrennt. Allein in der Ortschaft Myaing Mya schätzt UNICEF die Zahl unbegleiteter Kinder auf 2.000. Sie wurden zusammen mit 15.000 Obdachlosen aus der völlig zerstörten Stadt Laputta dorthin gebracht. UNICEF bereitet zusammen mit Partnern die Registrierung und Versorgung unbegleiteter Kinder im Irrawaddy-Delta vor.
In den überfüllten und unhygienischen Notunterkünften leiden besonders die Kleinkinder und schwangeren Frauen. UNICEF verhandelt mit den lokalen Behörden, um so rasch wie möglich spezielle Kinderzonen in den Lagern einzurichten. In zwei Lagern in Hlaing Thar Yar werden heute die ersten zwei Kinderzonen für 700 Kinder ihre Arbeit aufnehmen.
Mit Lastwagen bringt UNICEF in enger Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz Myanmar Medikamente und andere Hilfsgüter in die Lager. Mitarbeiter von UNICEF überwachen die Verteilung. Gleichzeitig kontrollieren sie den Gesundheits- und Ernährungszustand der Kinder. UNICEF bereitet auch die Einrichtung von therapeutischen Ernährungszentren vor. Hierfür werden Spezialnahrung, Medikamente und Vitamin-Tabletten beschafft sowie Gesundheitshelfer angeleitet.