Köln, 30.5.2008 - Vier Wochen nach dem Zyklon Nargis hat UNICEF in Myanmar die Aktion „Zurück in die Schule“ zur Einrichtung von Notschulen gestartet. In einigen betroffenen Gebieten soll bereits am kommenden Montag der Unterricht wieder provisorisch aufgenommen werden. In den schwer verwüsteten Bezirken im Irrawaddy-Delta und einem Bezirk von Rangun wird dies allerdings erst in einigen Wochen möglich sein.
Seit zwei Wochen verteilt UNICEF Schul- und Lernmaterial sowie Materialien zur Reparatur der Schulgebäude. Insgesamt stellt UNICEF hierfür 1.000 Schulzelte, 100.000 Schulpakete mit Lern- und Arbeitsmaterialien, Schulbücher für 150.000 Kinder und 200.000 Plastikplanen für die notdürftige Reparatur von Dächern sowie Spiel- und Sportutensilien bereit. Schätzungsweise 4.000 Grundschulen für 1,1 Millionen Kinder wurden durch den Zyklon Nargis schwer beschädigt oder zerstört. UNICEF benötigt für die Aktion „Zurück in die Schule“ in den kommenden sechs Monaten rund sechs Millionen Euro.
„Nach der Katastrophe ist die Wiedereröffnung der Schulen ein wichtiger Schritt auf dem langen Weg zurück zur Normalität. Die Kinder brauchen Sicherheit und Stabilität. Dazu gehört besonders der tägliche Schulbesuch“, sagt Ramesh Shrestra, Leiter von UNICEF in Myanmar.