Trotz großer Hilfsanstrengung sind nach Angaben von UNICEF in den Überschwemmungsgebieten im indischen Bundesstaat Bihar weiter Zehntausende Familien von den Wassermassen eingeschlossen. Die meisten kampieren seit über zwei Wochen im Freien - ohne ausreichende Nahrung, sauberes Wasser und medizinische Hilfe. Besonders Kinder leiden an Magenerkrankungen, Durchfall, Fieber, Erkältungen und anderen Infektionskrankheiten. „Die Familien müssen so rasch wie möglich evakuiert werden. Bereits eingerichtete Notaufnahmelager brauchen mehr Unterstützung, um die wachsende Zahl der Obdachlosen zu versorgen“, sagte Rudi Tarneden, Sprecher von UNICEF Deutschland.
Ein Schwerpunkt der UNICEF-Hilfe wird in den kommenden Tagen und Wochen die Versorgung unterernährter Kinder sein. Bereits vor der Naturkatastrophe waren über 50 Prozent der Kinder in Bihar mangelernährt. Insgesamt drei Millionen Menschen sind von der Naturkatastrophe betroffen - etwa die Hälfte davon Kinder und Jugendliche. Im benachbarten Nepal sind durch die Überschwemmungen über 100.000 Menschen auf Hilfe angewiesen.