Vier schwere Hurricanes sowie Überschwemmungen haben in Haiti katastrophale Schäden angerichtet. Wichtige Brücken wurden zerstört, Erdrutsche haben viele Straßen unpassierbar gemacht. Weite Landstriche stehen unter Wasser, viele Menschen sind weiter von jeder Hilfe abgeschnitten. Rund 800.000 Menschen sind betroffen. Landesweit brauchen rund 300.000 Kinder und Jugendliche dringend Hilfe. Die am stärksten betroffene Stadt ist Gonaives im Westen Haitis. Die Straßen der 350.000-Einwohner-Stadt sind voller Schlamm und verseuchter Wasserlachen. Rund 70.000 Menschen harren in Notunterkünften aus - oft in Schulen oder Kirchen.
UNICEF hat geholfen, die obdachlosen Familien mit sauberem Trinkwasser sowie Plastikplanen zum Schutz vor der Witterung zu versorgen. So stellte UNICEF unter anderem 300 Wasserkanister, 167 Schaufeln sowie 30.000 Wasserreinigungstabletten bereit. UNICEF bereit zudem den für den 6. Oktober geplanten Start des neuen Schuljahrs vor - eine große Herausforderung. Denn im Katastrophengebiet dienen derzeit Hunderte von Schulen als Notunterkünfte. „Die Kinder und ihre Familien haben Hunger“, sagte UNICEF-Botschafterin Mia Farrow nach einem Besuch von Notunterkünften in Gonaives. „Sie brauchen viel mehr Hilfe - und sie brauchen sie jetzt.“
UNICEF unterstützt darüber hinaus auch die Sturmopfer in den Nachbarländern Dominikanische Republik, Kuba und Jamaika.
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