13. Oktober 2008
Vom heutigen Montag, dem 13.10., bis Freitag, den 17.10., besucht die UNICEF-Schirmherrin Eva Luise Köhler UNICEF-Projekte in Bangladesch. Im Internationalen Jahr der sanitären Grundversorgung 2008 setzt sich die deutsche First Lady besonders für eine bessere Wasserversorgung und hygienische Lebensverhältnisse für die ärmsten Familien ein. In Bangladesch führt UNICEF eine der weltweit größten Hygiene-Kampagnen durch. Der Vorsitzende von UNICEF Deutschland, Dr. Jürgen Heraeus, begleitet die Schirmherrin. Kurz vor dem ersten „Internationalen Tag des Händewaschens“ am Mittwoch, dem 15.10, stehen Hygieneaufklärungsprogramme für Mädchen und Frauen auf dem Besuchsprogramm.
Die Hygienekampagne in Bangladesch richtet sich an insgesamt 30 Millionen Menschen. UNICEF schult zum Beispiel freiwillige Gemeindehelfer, die in ihren Dörfern und Stadtvierteln von Haus zu Haus gehen, Informationsveranstaltungen und Ausstellungen in Schulen und auf öffentlichen Plätzen durchführen. UNICEF sorgt auch dafür, dass Sauberkeit und Hygiene auf den Stundenplan der Schulen kommen. Die Gemeinden erhalten Unterstützung beim Bau von Brunnen, öffentlichen Wasserverteilstationen, hygienischen Latrinen und der Organisation von Müllabladeplätzen.
UNICEF-Schirmherrin Eva Luise Köhler wird an Aufklärungsveranstaltungen für Mädchen und Frauen im Bezirk Narsingdi teilnehmen, etwa drei Stunden Fahrzeit von der Hauptstadt Dhaka entfernt. Auch über die Schulung für freiwillige Gemeindehelfer und über die Aufklärung an den für die Versorgung der Bevölkerung zentralen Verkaufstellen für Tee und Lebensmitteln werden sich Eva Luise Köhler und Jürgen Heraeus vor Ort informieren.
Neben Wasserprojekten wird Eva Luise Köhler in Bangladesch Lernzentren für arbeitende Kinder in den Slums der Hauptstadt Dhaka besuchen. Weiter wird sie sich über die Arbeit der Stiftung für Säureopfer informieren. Die Stiftung leistet in Zusammenarbeit mit UNICEF medizinische und psychologische Hilfe für die jährlich mehreren hundert Opfer grausamer Säureanschläge. Während ihres Besuchs wird Eva Luise Köhler auch mit dem Friedensnobelpreisträger Mohammad Yunus zusammentreffen. Der Gründer der Grameen-Bank hat mit Kleinkrediten Hunderttausenden Familien geholfen, extreme Armut zu überwinden.
Am Mittwoch (15.10.) ist der erste „Internationale Tag des Händewaschens“. Mit Veranstaltungen in 60 Ländern - darunter auch Bangladesch - wirbt UNICEF zusammen mit anderen Hilfsorganisationen für bessere Hygienepraktiken. Regelmäßiges Händewaschen mit Seife kann das Risiko für lebensbedrohliche Durchfallerkrankungen bei Kindern erheblich reduzieren. Jeden Tag sterben allein 5.000 Kinder in den Entwicklungsländern an Durchfall.
DPA bietet aktuelle Fotos von den Projektbesuchen von Eva Luise Köhler an. Ein Weblog mit aktuellen Eindrücken findet sich in Kürze auf www.unicef.de. Sendefähiges Bildmaterial steht nach der Rückkehr nach Deutschland zur Verfügung.
Bei Rückfragen und Interviewwünschen wenden Sie sich bitte an die UNICEF-Pressestelle, Kristina Müller, 0221/93650-315 oder Helga Kuhn 0221/93650-234.