31. Oktober 2008
UNICEF hat für die Familien im pakistanischen Erdbebengebiet eine Nothilfeaktion gestartet. Nach dem schweren Erdbeben am Mittwoch haben mehr als 70.000 Menschen in der Region Baluchistan kein Dach über dem Kopf, darunter rund 30.000 Kinder. Die Zahl der Opfer steigt offenbar weiter an. UNICEF kümmert sich vor allem um Frauen und Kinder, die unter den Folgen des Erdbebens besonders leiden. Bei sinkenden Temperaturen zu Beginn des Winters brauchen die Menschen neben sauberem Trinkwasser, Nahrung und Medikamenten Unterkünfte und warme Kleidung.
Allein im Distrikt Ziarat sind 2.000 Häuser und 128 Schulen ganz oder teilweise zerstört worden. Die traditionellen Häuser aus Lehm und Ziegelsteinen können Erdbeben nur wenig entgegen setzen. Viele Straßen sind nicht passierbar; Nahrungsmittel und Wasser werden knapp.
UNICEF kümmert sich vor allem um die Versorgung mit sauberem Trinkwasser, um Kinder vor Infektionskrankheiten wie Durchfall und Cholera zu schützen. Die meisten Wasserquellen in der Region wurden bei dem Erdbeben beschädigt. Rund 12.000 Menschen in Ziarat haben kein sauberes Wasser zur Verfügung und sind von Wasserlieferungen abhängig.
In Zusammenarbeit mit der pakistanischen Regierung hat UNICEF vom Büro in Quetta aus mit der Hilfe bei der Wasser- und Sanitärversorgung begonnen. Dazu gehören die Bereitstellung von 40.000 Litern Wasser und vier Wassertankern. Außerdem hat UNICEF 50 Tonnen reichhaltiger Nahrungsergänzung für Kinder, schwangere Frauen und stillende Mütter sowie warme Kleidung zur Verfügung gestellt.
Hilfsgüter wie Planen und Wasserkanister, die für Noteinsätze in Peshawar und Karachi eingelagert sind, bringt UNICEF jetzt in die betroffene Region. Um die Hilfe für Kinder und Frauen effektiv fortsetzen zu können, benötigt UNICEF in den nächsten Wochen dringend rund 5 Millionen US-Dollar.
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